Ronan Keating
(01.06.06/lp) Ronan Keating hat eine neue CD. "Bring You Home" ist ein Werk, ganz wie man es sich vom Ex-Boyzone-Sänger gewohnt ist: Eingängige Melodien sowie eine Mischung aus Pop und Rock. Natürlich durften die schönen Balladen nicht fehlen.

Wir haben uns mit dem Sänger unterhalten, kurz vor seinem Auftritt an der Miss Zürich-Wahl.

Ronan, du bist kaum 30 und hast so viel erreicht. Wenn du zurück blickst, gibt es ein persönliches Highlight in deiner Karriere?

Für mich ist es ein Highlight, dass ich so lange in diesem Business erfolgreich dabei sein darf!

Was ist für dich an deinem neuen Album anders, als bei den anderen?

Dass rund die Hälfte der Songs aus meiner eigenen Feder stammen...

Du hast ja eine Pause eingelegt. Was hast du eigentlich in dieser Zeit so gemacht?

Ganz alltägliche Dinge. Ich habe meine Kinder zur Schule gebracht oder etwas gekocht. Ausserdem hab ich meine Frau in einem Privatjet in romantische Ferien entführt. Meine Familie hat nicht viel von mir, wenn ich in der Musik aktiv bin. Das alles hole ich dann in so einer Pause nach.

Was würdest du deinen Kinder sagen, wenn sie ebenfalls eine solche Karriere einschlagen möchten?

Wenn sie zu mir kommen würden und mir sagen würden: "Papa, ich will ein Schlagzeuger oder ein Sänger werden", dann wäre das okay. Aber wenn sie mir sagen würden: "Papa, ich will berühmt werden, dann würden ich ihnen sagen: "Vergiss es und geht zurück zur Schule." Viele junge Leute wollen heut zu Tage gar nicht gut in etwas sein, sondern einfach berühmt werden.

Hast du den Eurovision Song Contest gesehen?
Nein. An diesem Abend bin ich an dieser Veranstaltung mit der Queen und Prinz Charles und so aufgetreten. Das war ein grosses Konzert. Aber ich habe gelesen, dass Finnland gewonnen hat und habe Bilder davon gesehen. Mein Gott, das ist erschreckend. Das hat nichts mehr mit dem Sinn der Eurovision zu tun. Das ist ja nur noch Show.

Du warst kürzlich am Take That Konzert. Kannst du dir vorstellen, dass Boyzone auch irgendwann mal wieder zusammen kommen?

Take That haben wirklich eine ganz gute Show hingekriegt - auch ohne Robbie. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Boyzone wieder zusammen kommen. Für eine karitative Angelegenheit okay, aber nicht für ein Comeback. Ich habe so lange für meine Solokarriere gearbeitet, da hab ich keine Interesse mehr an Boyzone.

Im Gegensatz zu Stephen Gately feierst du einen Erfolg nach dem anderen. Was, deiner Meinung nach, hat Stephen falsch gemacht?

Ich finde, er hat zu früh eine CD herausgegeben. Wenn ich ihn heute sehe: Er hatte seinen Coming Out, spielt in Musicals mit... Nun ist er glücklich. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für eine Solo-CD.

Man hat lesen können, dass du genug hast vom Saubermann-Image...

Bla bla. Man muss nicht immer glauben, was geschrieben wird. Mir ist doch egal, wie die Leute mich sehen. Als ich noch jünger war, da hab ich mir eine Glatze rasiert und versucht cool zu sein. Heute bin ich einfach wer ich bin und basta.

Welche Art Musik würdest du nie machen?

Sound wie die der diesjährigen Sieger der Eurovision (lacht)