PETER CINCOTTI interview vor
seinem konzert im volkhaus zürich, 02.04.08
(03.04.0/lp) Sein bisher grösster Hit war der
Song "Goodbye Philadelphia", mit dem er in den Top 10
der Schweizer Charts vertreten war. Kurz vor seinem Konzert haben
wir mit Peter Cincotti ein Gespräch geführt.
Du wurdest im zarten Alter von sieben Jahren von Harry
Connick Jr. entdeckt. Wie ist es dazu gekommen? Ich habe ihm mal ein Tape von mir geschickt. Er war von
meiner Stimme überzeugt. Später durfte ich bei seinem
ehemaligen Lehrer privaten Klavierunterricht nehmen. 1999 gings
dann mit ihm auf Tournee.
Später ist David Foster dazu gekommen. Der arbeitet ja
mit Michael Bublé zusammen. Schon wieder ein grosser Name, der
wohl eine grosse Hilfe für deine Karriere war. Hast du ihm
auch ein Tape geschickt? Nein. Er sass eines Tages im Publikum als ich in New York
auf der Bühne war, und nach der Show hat er mich dann
angesprochen... Wusstest du dass er im Publikum sitzt?
Ja. Und... Warst du nicht nervös?
Nein, ich habe gesungen wie immer. Ich dachte, es wird eh nichts
draus. Er macht ja eher Swing und Jazz. Meine Songs hingegen haben
mehr Pop drin... Wie ging es weiter?
Er schlug vor, dass wir mal Probeaufnahmen machen. Wir gingen ins
Studio und wollten eigentlich nur einen Song aufnehmen. Daraus
wurden dann elf (lacht). Arbeitest du schon an einem neuen Album? Nein. Wir touren gerade durch die ganze Welt. Ich denke
noch nicht über das nächste Album nach. Dazu bin ich zu
stark auf die Tour konzentriert. Schreibst du keine Songs, wenn du unterwegs bist? Nein. Wie schreibst du deine Songs: Kommt zuerst die Melodie
oder schreibst du zuerst die Texte? Das ist unterschiedlich. Manchmal habe ich eine Melodie im
Kopf, manchmal einen Text, manchmal ergibt sich beides gemeinsam.
Ich habe nicht eine Matrix, wie Songs entstehen, wie dies bei
anderen Künstlern der Fall ist. Du hast 2005 im Hollywood-Film "Beyond The Sea"
mitgespielt. Harry Connick Jr. war schon ein paar Mal auf der
Leinwand zu sehen. Hat er dich zum Film gebracht? Nein, die Rolle kam zustande, weil Kevin Spacey ein
Jazz-Fan ist. Es war cool, mal was ganz anderes zu machen. Hat mir
gut gefallen. Gibt es jemanden, mit dem du unbedingt mal ein Duett
machen möchtest? (Grinst) Eigentlich nicht. Ich denke, wenn es sich mal
ergibt, wieso nicht. Wenn jemand mal deswegen auf mich zukommt,
dann sehen wir weiter. Eine konkrete Person habe ich aber nicht im
Visier.
PETER CINCOTTI EAST OF ANGEL TOWN Durch die Single "Goodbye Philadelphia" wurde man auf
Cincotti aufmerksam, der von Harry Connick Jr. entdeckt und
gefördert wurde. Nach 2 Jazz-Alben wagt er sich nun an
Pop-Songs. Seine Jazz-Ader ist jedoch immer noch deutlich zu
hören. Schliesslich sind es vor allem die Balladen, die
zuerst überzeugen. Schnellere Songs, bei denen Cincotti
verschiedene Musikstile zu etwas Eigenem vermischt, benötigen
dagegen mehrere Anläufe, um ihre wahre Qualität
entfalten zu können.