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(15.03.10/lp) Das
neue Album von Marc Sway ist da. Wir haben mit dem Sänger
gesprochen.
"Tuesday Songs" ist dieses Mal recht anders ausgefallen,
findest du nicht?
Für mich war klar, dass das neue Album noch besser werden
soll als das Zweite. Ich habe noch nie für ein Album so viel
riskiert, wie für dieses. Ich wollte, dass wir alle zusammen
in einem Raum die Songs aufnehmen, wie zu Motown-Zeiten in den
60s. Die Plattenfirma hat mich dann gefragt, als ich diese Idee
präsentiert habe, ob das gut kommt. Und ich habe gesagt, dass
ich es nicht weiss. Verkaufstechnisch war das natürlich nicht
die richtige , aber es war dafür eine ehrliche Antwort.
Wir sind dann nach New York gegangen, und zwar nicht weil ich
unbedingt mal nach New York wollte, sondern aus technischen
Gründen: Nur weil du die Stadt wechselst, wird das Album
nicht besser... Im Nachhinein betrachtet, war das eine gute
Entscheidung, weil die Geschwindigkeit anders war: Wir hatten das
Studio für sechs Tage gemietet und damit war der Zeitrahmen
schon mal klar. Und die Vibes von New York, diese Geschwindigkeit
war ansteckend. Es ist erstaunlich, dass eine Stadt so einen
Pulsschlag hat, der dich mitreisst.
Und auch die Entfernung: Weit weg von Zuhause zu sein, die
Menschen zu vermissen... Diese Gefühle haben es gebracht. Ich
singe auf der CD anders. Ich kann dir nicht sagen, was es ist. Ich
habe noch nie die Gefühle so "auf den Punkt
gesungen." Ich habe bei jedem Song so gesungen, als wäre
es der letzte...
Wenn du zurück schaust, rund zehn Jahren nach deinem
Karrierenstart, hättest du gedacht, dass du es so weit
bringst?
Ich muss sagen, mein Einstieg war bombastisch: Da war genug Budget
da, die Unterstützung von der Plattenfirma war gross. Das
lustige ist, dass ich heute alles anders sehe. Für mich ist
vor allem die Musik als solches das Wichtige: Das, was meine Musik
aussagt, das was ich an Gefühlen und Energie reinpacke. Wenn
die CD draussen ist, dann ist es wie nicht mehr an mir, ob sie
erfolgreich ist, weil entscheidend sind die Leute, welche sie
kaufen.
Würdest du das, was du heute machst, als ein
"Job" bezeichnen?
Ich betrachte es als Privileg etwas zu machen, bei dem ich nicht
spüre, dass ich arbeite. Natürlich ist nicht immer alles
Friede, Freude, Eierkuchen, aber ich darf etwas machen, dass mir
sehr wichtig ist: und das ist die Musik!
Der Videoclip zu "Losing" ist ja geil...
Ja! Und da möchte ich gleich laut heraus schreien: Danke
Simon Steuri! ER hatte diese, im Prinzip recht simple, super
Idee... Meine Leute sind zum Teil recht erschrocken - es hat ein
bisschen was "scary"-iges drin... Es ist erstaunlich,
wie wir mit wenig Geld so etwas cooles haben machen können.
Das zeigt wieder einmal: Nichts auf der Welt zahlt eine gute Idee
aus.
Quizfrage: Mit welchen Song und mit welchem Album warst du
wie platziert in den Schweizer Charts?
(überlegt) "Natural High"... Platz 36!
Nein, der Song war nicht in den Charts.
Ah ja? "Natural High" war nicht in den Charts?
Ehrlich?... Dann müsste "Ready For The Ride" in die
Hitparade gekommen sein, auf Platz 36?
Ja, aber Platz 67, 3 Wochen.
Ach so... 67, sagst du?
(lacht) Du hast schon zwei falsch...
(lacht) Ja, bei den Singles weiss ich es wirklich nicht so
gut... Bei den Alben sollte es dann besser sein... Dann war
ja der Olympia-Song und dieser hatte, glaube ich, auch eine
Platzierung gehabt. Ich würde sagen Peak 12.
Nein, Platz 29. Gehen wir zu den Alben...
"Marcs Way" Platz 36! Jetzt kommt die 36...
Korrekt!
... Und "One Way" war auf Platz 10...
Korrekt!
Siehst du, wie ich dir gesagt habe, bei den Alben bin ich besser,
die sind mir auch wichtig...
Wie wichtig sind dir im Allgemeinen die Chartplatzierungen?
Sie sind sicher eine wichtige Messlatte, ein Barometer, damit ein
Künstler weiss, wo sein Album steht, ob er noch mehr Gas
geben muss und so, aber am Ende vom Tag ist es mir wichtig, dass
ich überhaupt noch Musik machen darf, dass ich schon das
dritte Album herausgeben kann, dass ich immer noch erfolgreich bin
und noch immer ein Plattendeal habe.
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