(21.05.04/lp) Gut gelaunt und voller Energie sass sie da und beantwortete alle Fragen mit Witz und Charme. Wir hatten den Draht zu ihr vom ersten Augenblick an.

Wir witzeln ein Bisschen über Dieter Bohlen. In einem anderen gay.ch-Interview hatte sie nämlich gesagt: "Bohlen verdient sein Geld mit dem Leid anderer". "Ich mag seine Musik nicht so. Klingt ja alles etwa gleich." Ich singe "Take Me Tonight" vor und Juliette hackt ein: "Das war so lustig. Ich habe immer so zweideutige, eindeutige Bewegungen zum Song gemacht. Take Me Tonight... Du weisst ja, was ich meine..."

Mit Schwulen kommt Juliette sowieso super aus: "Ich bin die Mama und passe immer auf meine Jungs auf. Wenn es Sex ohne Gummi gibt, dann gibt es ein Rüffel. Und ich rede ihnen auch ins Gewissen, wenn sie Drogen nehmen!"

Aber, aber... vor Juliette stand ein Auftritt in einem Anlass voller schönen Männer (Mister Schweiz Wahl). Würde sie vielleicht zum Männer-Naschen kommen?: "Nee. Ich bin kein Girl für eine Nacht. Bei mir geht das nicht so schnell. Obwohl, ich hatte ja schon lange kein Mann mehr..."

Wir wollten natürlich wissen, wo sie im Moment mit ihrer Musik steht: "Ich arbeite bereits an meinen nächsten Album. Dieses Mal werde ich eigene Songs beitragen...", sagt sie mit leuchtenden Augen. Eine neue Singleauskoppelung von der ersten CD wird es nicht geben: "Das Album "Unique" ist für mich Vergangenheit. Ich bin schon viel weiter im Kopf und mit der Musik."

Was meint Juliette dazu, dass es so viele Music-Stars-Sendung gibt und die Gewinner nach Kurzem verschwinden: "Das gehört dazu. Ich finde auch, dass es zu viele solche Sendungen gibt. Kommt ja keiner mehr mit..."

Die neue Gewinner von Deutschland sucht den Superstar, Elli, mag sie: "Wir treffen uns ab und zu. Ich finde es cool, dass sie den Dieter-Bohlen-Song nicht singen wollte. Und auch Alex wird zukünftig mit Anderen zusammen arbeiten."

Juliette hat kein Problem damit, dass sie immer auf DSDS angesprochen wird: "Das ist okay. Es war ja für mich ein Sprungbrett. Das macht mit nichts aus, wenn ich mein Leben lang auf den Wettbewerb angesprochen werde!"

Im Gegensatz zu Daniel, der in der Jungle-Sendung zu sehen war, scheint Juliette weniger in den Medien präsent zu sein: "Bei mir geht es um die Musik. Daniel ist da ja mehr der Entertainer, als ich. Ich trenne Privates von der Musik."

Schon bald steht der CSD für sie buchstäblich vor der Türe: "Ich wohne in Köln und ich freue mich riesig auf die Pride. Ich werde da übrigens auch auftreten."

Zu guter Letzt, haben wir noch uns ein bisschen privat unterhalten, die Zeit vergessen - die Plattenfirma hat uns aber dann an die Zeit erinnert, grins - und Juliette hat den Deckel vom Stift verlegt, nachdem sie die CD unterschrieben hat. Und wir haben ihn dann doch noch gefunden. Er war unter dem Teller mit den "Nüssli."