JUANES
interview im Kaufleuten / Donnerstag 04.03.04

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juanes - un dia normal (290299) aktuelle CD "un dia normal"
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(09.03.04/lp) Der Musiker Juanes hat sich mit seinem Latino-Sound international einen grossen Namen gemacht. Wir haben ihn im Kaufleuten, vor seinem Gig getroffen.

Unzählige Auszeichnungen, grosse Menge CD-Verkäufe und traumhafte Charts-Platzierungen: Juanes ist ein Nachwuchsstar, der aus der gleichen Heimat wie Shakira kommt. Sein grösster Hit heisst "A Dios le pido".

Juanes singt über Kinder auf den Strassen von Bogota und über seine Heimat Kolumbien. Obwohl seine Texte politischen Inhalt haben, möchte er nicht als Politiker abgestempelt werden: "Ich schreibe Songs über die Realität und sehe mich deshalb nicht als Politiker und ähnliches. Ich verarbeite in der Musik auch Sachen, die mir widerfahren sind."

Der Kolumbianer startete seine Karriere in einem anderen, musikalischen Terrain: "Anfänglich war ich einer Metal-Gruppe. Das war ein Prozess. Das ist nicht von einem Tag auf den anderen. Irgendwann wollte ich meinen eigenen Stil finden. In der Latino-Musik fühle ich mich heute besser."

Ein Vergleich mit Shakira, gibt es für Juanes nur auf den zweiten Blick: "Das einzige, das wir gemeinsam haben, ist die gleiche Heimat. Meine Musik ist schon etwas anders. Mein Ideen und mein Musikkonzept ist nicht identisch. Ich bin ihr dankbar. Schliesslich ist sie das wichtigste, kolumbianische Idol. Dank sie wurden mir viele Türen geöffnet."
Bleibt man beim Thema Frauen, kommt eine andere Dame ins Gespräch: "Ich habe mit Nelly Furtado ein Duett gemacht. Ich liebe ihre Musik. Wir haben bereits zwei Songs miteinander gesungen."

Juanes will zukünftig weiter singen, wie er möchte, über was er möchte und wo er möchte: "Manche Leute fragen mich, ob ich nicht Angst hätte über die Probleme in Kolumbien zu singen. Ich denke aber, dass die Terroristen mehr zu tun haben, als mich zu Verfolgen. Ausserdem: Ich singe ja über die Wahrheit." Auf die Frage, ob er ein Land boykottieren würde, dass für Kriege verantwortlich ist, zum Beispiel den Irak, weiss er ebenso eine Antwort: "Nein, im Gegenteil. Dort würde ich sogar sehr gerne Aufreten."
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