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(16.11.09/lp) Am 6. November hat Wirbelwind-Jazz-Pop-Sänger
Jamie Cullum seine neue CD "The Pursuit"
veröffentlicht. Wir haben mit ihm gesprochen.
Hast du für das Booklet deiner neuen CD ein Klavier, bzw.,
einen Flügel in die Luft gesprengt?
Nicht wirklich: Wir haben ein Flügel nachgebaut, es
explodieren lassen und die Explosion fotografiert. Der Rest ist
dann mit den Bildern daraus zusammengesetzt geworden. Ich war bei
der Sprengung dabei und fand die Aktion ganz witzig. Es war
interessant zuzuschauen.
Dann war es nicht das Klavier, dass bei dir in der Küche
steht...
(lacht) Nein, nein, mein Klavier in der Küche steht noch und
da soll es auch bleiben. Es ist sowieso ein kleines Klavier.
Aber die Küche steht noch?
Ich weiss, was du damit meinst (lacht): Ja die steht noch, trotz
den Aufnahmen, welche wir darin für das neue Album gemacht
haben. Die Akustik gefällt mir in der Küche nun mal...
Kannst du dir an dem Moment erinnern, als du dich entschieden hast
den Rihanna-Song "Don't Stop The Music" auf deiner Weise
neu aufzunehmen?
Es gab nicht unbedingt ein solches Entscheidungsmoment: Ich habe
einfach mal am Klavier herumexperimentiert und plötzlich hab
ich, ohne dass ich es eigentlich wollte, diesen Song gespielt und
hatte Spass daran. Es ist einfach so passiert... und schliesslich
landete es dann auf dem Album...
Und wann können wir mit einem ABBA-Song von dir rechnen?
Gar nicht (lacht). Es könnte genauso ein AC/DC-Song werden.
... dann lass mich die Frage anders stellen: Wenn ABBA, dann
welchen Song?
Ich wähle nicht den Song, der Track kommt zu mir, ganz
spontan, wie dies beim Rihanna-Song der Fall war.
Wenn wir schon beim Thema "Spontaneität" sind:
Deine Band weiss vor einem Konzert scheinbar nie, wie die
Reihenfolge der Tracks ausfallen wird, sprich, eine Setlist gibt
es nicht...
Nein, eine Setlist gibt es tatsächlich nicht. Sie folgen mir
einfach...
... also können schon mal ein paar falsche Töne
erklingen...
Ja klar. Das macht ja auch nichts, wenn es nicht perfekt ist.
Dafür lebt das Ganze dann umso mehr. Und glaub mir, meine
Jungs können recht gut improvisieren! Das Improvisieren ist
im Jazz Tradition.
Spontan warst du scheinbar auch, als du Kylie beim "The Music
Industry Trust Award" 2007 am Klavier begleitet hast...
Das war so: Kylie hat mir angerufen und gesagt, dass sie beim Song
"I should be so lucky" eine chillige Lounge-Version
vorsingen möchten und da sie das schon mal in dieser Richtung
gemacht hat, hat sie mir diese geschickt und gesagt: Jamie,
kriegst du das in 24 Stunden hin? Und ich hab dann gesagt: Klar!
Kylie ist eine "lovely Lady", da macht man doch das
gerne für sie!
Du kommst bei den Japaner glaube ich noch gut an...
Das stimmt - die sind schon ein bisschen anders, als der Rest der
Welt. Sie haben einfach eine etwas andere Identität und sie
haben einen guten Zugang zu Jazz; ja, sie fahren recht gut auf
Jazz ab.
Du hast mal im Song "I Want To Be A Popstar" diese
Strophe gesungen: "maybe next year i'll pretend to be gay -
i'll sell more records in a flash that way". Habe
gehört, der Song handle von Robbie Williams...
Es ist eher eine Anspielung, dass er damals mit dem Kokettieren,
dass er schwul sein würde, einen guten Platz in der Charts
erreicht hat. Der Song handelt aber allgemein über die
Musikindustrie.
Fühlst du dich geehrt, dass Bruce Weber dich mal für die
Zeitschrift "Vanity Fair" fotografiert hat?
Nun, es ehrt mich mehr, dass Bruch Weber ein Fan meiner Musik
ist... Solche Shootings bedeuten mir nicht wirklich viel. Aber es
war interessant mal einen Tag lang mit ihm zusammenzuarbeiten. Er
ist ein wahrer Künstler. Es war irgendwie magisch, das Shoot.
Kommentiere doch bitte meine Behauptung: Du bist hyperaktiv!
(lacht) Ach du... Sagen wir es so: Auf der Bühne ja, privat
nicht.
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JAMIE CULLUM
THE PURSUIT
Ein englischer Wirbelwind macht aus Jazz Pop und aus Pop Jazz.
Ob ein Cole Porter Song wie "Just One Of Those Things",
eine Cover-Version von Rihanna's "Don't Stop The
Music" oder sein eigener Song "I'm All Over
It": Dieser Mann scheint einfach alles zu können -
Singen, komponieren, Klavier spielen und unterhalten. Kein Wunder
liegen ihm nicht nur in seiner Heimat Kritiker und Publikum zu
Füssen.
Tracks :
| 1. |
just one of those things |
| 2. |
i'm all over it |
| 3. |
wheels |
| 4. |
if i ruled the world |
| 5. |
youn and me are gone |
| 6. |
don't stop the music |
| 7. |
love ain't gonna let you down |
| 8. |
mixtape |
| 9. |
i think, i love |
| 10. |
we run things |
| 11. |
not while i'm around |
| 12. |
music is through |
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