(22.08.11/lp) Eine Doppel-CD, 36 Songs: Das Schweizer
Ausnahmetalent lässt tief in seine musikalische Welt blicken.
Wir haben Gustav zum Albumrelease getroffen.
Was ist denn das für eine Hand, rechts von deinem Kopf auf dem
Cover deiner Doppel-CD? Das ist meine. Siehst du (verdreht den Arm hinter dem Rücken
und lacht). Nein… Das ist die Hand von der Stylistin. Ich
habe das
Foto einfach cool gefunden!
Wenn wir schon beim
Thema Hände sind: Du hast auf Facebook Leute gesucht,
welche mit dir ins Studio kommen und dann am Ende eines
Liedes klatschen… Bis vor kurzem war ich eine Facebook-Banause, ich
musste mir sogar erklären lassen, wie man ein Profil
eröffnet… Inzwischen bin ich aber ein richtiger Junkie.
Ich fing dann an viele Einträge zu machen, zur
Entstehung meiner CD und das hat den Leute gefallen.
Dann kam ich auf diese Idee. Es war lustig, wie sich die
Leute mit Bildern und Filmen beworben haben. Ich habe dann
10 ausgewählt und die sind dann mit mir ins Studio
gekommen.
Auf deiner Doppel-CD hast du
deine Lieder ja auch neu eingespielt und eingesungen.
Welche Version wirst du spielen, wenn du auf Tour bist? Die neuen Versionen, wobei, so viel wurde daran auch
nicht verändert. Es sind nur kleine Nuancen. Die, welche die
Lieder kennen, werden sie sicher wieder erkennen.
Erzähle mal von einer
aussergewöhnlichen Situation auf der Bühne…
Wir sind mal in einer Kapelle aufgetreten und ich war
dann ein bisschen zu wild und habe den ganzen Altar
umgeworfen. Ich habe mich dann „bei seiner Heiligkeit“
sofort entschuldigt und den Altar noch an Ort und Stelle
wieder aufgestellt.
Beeinflussen die Musiker das
Schreiben der Songs? Nein. Ich schreibe alles zu Hause selber und spiele
auch die meisten Instrumente ein. Wenn wir ins Studio
gehen, dann steht sozusagen alles schon. Doch wenn ein
Musiker etwas besonders geil spielt, dann lassen wir
dies natürlich einfliessen.
Der Mastering wurde von Geoff
Peche übernommen. Wie bist du dazu gekommen, mit jemandem
zu arbeiten, der bereits unter anderen von Grössen wie Coldplay, Gorillaz
und Kylie Minogue engagiert wurde? Ich hatte mir vorgenommen, für dieses Album keine
Kosten zu scheuen, um das Bestmögliche zu erreichen. Ich
habe Geoff Peche einfach so angeschrieben per
Mail und bekam schon sehr schnell eine Antwort.
Schliesslich vereinbarten wir einen Termin und ich fuhr
in die „Abbey Road“-Studios in London. Es war schon
spannend zu sehen, wie da Leute draussen herum gestanden
sind und das Studio und den berühmten Zebrastreifen
fotografiert haben.
Wie stehst du eigentlich zu der
Tatsache, dass viele Menschen lieber Musik gratis
herunterladen, als dass sie die CD kaufen? Für ein Musiker, Künstler oder Liedermacher ist das
natürlich gar nicht schön. Andererseits war die
Musikindustrie da einfach zu spät, um dieser Entwicklung
entgegenzuwirken. Meiner Meinung nach entwickelt sich
die CD zu einem Auslaufmodel. Mir war es wichtig, eine
aufwändige und schöne CD-Verpackung und Inhalt zu
gestalten, damit die Leute Freude daran haben und dann
doch die CD kaufen.
Die Doppel-CD ist ja weitgehend
eine Best-Of-CD. Hat dies ein Zusammenhang mit deinem
Sieg beim „Kampf der Chöre“? Durch die Sendung wurden Leute auf mich aufmerksam,
die mich vorher nicht kannten. Die Scheibe soll eine
Visitenkarte sein, damit man hören kann, was ich alles
bisher gemacht habe.
Beim „Kampf der Chöre“ hast du
ja auch mit mehreren Leuten zusammengearbeitet… Das war eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich hab
zwar gewonnen, es hätte aber auch genauso gut in die
Hosen gehen können. Es war schon sehr
interessant, ein bestehendes Lied neu zu verpacken.
Hast du dich beim „Kampf der
Chöre“ selber angemeldet?
Nein, sie sind auf mich zugekommen. Ich habe nur unter
der Bedingung zugesagt, dass ich mein eigenes Konzept
vollumfänglich durchziehen kann. Für mich sollte auf
jeden Fall nur die Musik und der Song im Vordergrund
stehen…
Übrigens, hast du mir eine Frage
dieses Mal nicht gestellt….
Und die wäre? Das letzte Mal hast du mich gefragt, ob ich mir
vorstellen könnte, mich einmal für die Schweizer
Vorausscheidung vom Eurovision Song Contest anzumelden.
… ein Thema, dem gegenüber
du nicht gerade offen warst… … und jetzt kann ich es mir schon eher vorstellen!
GUSTAV:
"GUSTAV" Das neue Album von Gustav bietet einen umfangreichen
Einblick in seine grenzenlose Kreativität. 2 CDs. 36
Songs. Rock, Pop, Latin, Folk, Jazz, Metal, Electro, ein
Kinderlied und ein Eurodance-Chor-Cover.>>> mehr