(25.09.08/lp) DJ Gogo und Amanda (ehem. T.E.A.R.S.)
haben sich zusammengetan und gemeinsam eine CD auf die Beine
gestellt. Wir haben mit ihnen über die überraschende
Scheibe "Lalala" gesprochen.
Beide sitzen da, locker, entspannt und mit glänzenden Augen.
Man sieht es ihnen an: Sie freuen sich über den Release ihrer
Scheibe.
gay.ch: Gogo, du hast ja Klavier gelernt... Hast du deshalb alle
Songs geschrieben?
Gogo: Nein, das war abwechslungsweise. Ich habe zwar meisten die
Musik und Amanda die Texte geschrieben, aber es gab es auch, dass
sie eine Idee gebracht hat und wir drum herum "gebaut"
haben.
Amanda: Meine Ideen hab ich auf einen Dictaphone festgehalten. Oft
sass ich im Auto und sang einfach rein...
Gogo: Das sind lustige Aufnahmen...
Amanda: oooooh ja, aber gewisse Sachen sind auch peinlich, wenn
ich sie wieder höre... (lacht)
gay.ch: Wie lange habt ihr am Album gearbeitet?
Gogo: Vor eineinhalb Jahren haben wir langsam angefangen und
richtig intensiv wurde es vor einem halben Jahr - sind wir zwei
bis drei Mal pro Woche zusammen gekommen. Wir hatten ja keinen
Stress und konnten uns die Zeit nehmen, die wir wollten.
gay.ch: Ist das Ganze rein ein Album-Projekt oder gibt es auch
eine Singleauskoppelung?
Gogo: Die erste Singleauskoppelung heisst "Erdbeerkuss".
Amanda: Ich finde, der Song passt bestens zu uns - er ist frech,
lustig und sexy.
gay.ch: Der Song "Lalala" find ich so cool...
Gogo: Das war auch so lustig, ich habe ihr gesagt: "Sag das
mal "futzig", und sie schrie schon fast ein bisschen
bissig zurück "ich weiss nicht was du meinst" und
ich darauf: "ja genauso"...
Amanda: Und dann haben wir es aufgenommen - ich so im Stil, ist
immer doch egal - und wir haben es genauso sein lassen. Einfach
banal. Das finde ich cool. Es war ein One-Taker: Wir haben es in
einem Mal aufgenommen.
gay.ch: Werdet ihr auf Tour gehen mit dem Songmaterial, vielleicht
in Clubs?
Gogo: Nein, so etwas ist nicht vorgesehen. Wir sind ja nicht eine
Band mit vielen Musiker, wie dies bei anderen der Fall ist.
gay.ch: Amanda, wirst du noch oft auf die T.E.A.R.S. angesprochen?
Amanda: Ja, noch sehr oft, aber das ärgert mich nicht, das
ist ja meine Vergangenheit und ich stehe dazu.
gay.ch: Und wie war es für dich, plötzlich
auf Deutsch singen zu müssen?
Amanda: Das war keine so grosse Umstellung, obwohl ich vorher oft
auf Englisch gesungen habe. Ich habe lange in Deutschland gelebt.
Das war voll kein Thema für mich gewesen, ich hatte auch
schon mal bei Musicals in Deutsch gesungen.
gay.ch: Denkt ihr schon, was nach dieser CD kommt. Eine neue?
Amanda: Auf jeden Fall. Wir haben gemerkt, gegen Ende der
Produktion, dass es immer runder gelaufen ist, alles wurde auch
viel ernster.
Gogo: Am Schluss wurden wir sehr kreativ. Das zeigt sich zum
Beispiel im Lied "Sommerregen", eine Ballade, rein
akustisch, weg von der Elektronik.
gay.ch: Wurdest du darauf angesprochen, wieso du als DJ auf einmal
eigene Songs schreibst und aufnimmst...
Gogo: In meinem Freundkreis weniger, weil die Leute kennen mich
ja. Es spielt für mich nicht so eine grosse Rolle, was die
Leute von mir denken... Die letzten eineinhalb Jahren war so etwas
wie ein Ego-Trip. Nach 20 Jahren minimalistischen Musik hatte ich
wieder mal Lust auf Klavier, Tasten, Vocals und Melodien, das
alles habe ich vermisst. Ich habe ein breites, musikalisches
Spektrum: Zu Hause höre ich auch gerne mal Chopin.
gay.ch: Und die andere Ladies von T.E.A.R.S.... wissen sie von
diesem Projekt? Amanda: Ja, alle wissen davon und sie finden das Ganze cool. Es
ist zwischen uns ja keine Rivalität da oder ähnliches.
gay.ch: Was du zwischen T.E.A.R.S. und Gogomandy so gemacht? Amanda: Ich habe Moderationen gemacht, bei TV-Quizshows gearbeitet
und natürlich auch Musicals gesungen, was ich auch weiterhin
machen werde: Ab November spielt ich in Winterthur im Musical
"Alapilio" eine Hauptrolle.
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1.
feste feiern
2.
wir leben rock'n'roll
3.
am strand
4.
lalala
5.
sendeschluss
6.
doofes spiel
7.
erdbeerkuss
8.
un deux trois
9.
wo bist du
10.
sommerregen
11.
am strand (serious guitar mix)
12.
am strand (kalabrese remix)
13.
un deux trois (gogo remix)
14.
lalala (bang goes remix)
15.
wo bist du (bruno pronsato remix)
DJ Gogo legt Techno und Co. auf,
Amanda war bei der ersten Schweizer Casting-Gruppe T.E.A.R.S:
Kann man so ein ungleiches Paar auf einen gemeinsamen Nenner
bringen? Das Projekt Gogomandy ist die Antwort drauf, und die
ist genauso überraschend, wie die Tatsache, dass es ihn
gibt: Das Resultat heisst Electro Pop - mal sommerlich frisch,
mal frech, mal sexy und mal leicht. Auf ihrer vorerst, ersten CD
gibt es catchy Töne ("Erdbeerkuss"), sommerliche
Texte ("Am Strand") und - allen vor an - ein
belangloser Track, der so geil ist, dass man nicht genug davon
bekommt: "Lalala". Ein weiteres Highlight ist der
sphärisch verträumte Track "Wo bist du".
Keine Frage: Gogomandy ist ein spannendes und cooles Projekt und
beide wissen nicht, ob es bei dieser Scheibe bleibt oder nicht.
Wie es auch immer herauskommen mag, das Duo hat ein Album
erschaffen, das eine Ausnahmeerscheinung in der Schweizer
Musiklandschaft ist und Spass macht. Tja, und bekanntlich wird
oft aus Spass Ernst.