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(07.10.10/lp) Vom Jazz zum Pop: Die Songwriterin und Sängerin
Frederika hat sich gewandelt. Wir haben die sympathische
Schwedin vor ihrem Konzert in Zürich getroffen.
Foto (c) Lisa Roze
Die aktuelle CD "Sweep Me Away" ist bereits ihre
Dritte. Während sie bei ihren ersten beiden Alben eher auf Jazz gesetzt
hat, so fielen die neuen Songs eher poppig aus...
Wieso ist der Nissan-Song "Twinkle, Twinkle" nicht auf der neuen
CD?
Der wurde erst im Sommer aufgenommen und er ist eigentlich erst
jetzt, mit der Nissan-Werbung, draussen. Es war eine
Herausforderdung, ein Gutenachtlied, das jeder kennt, neu zu
interpretieren. Falls es eine neue Edition meiner aktuellen CD
geben sollte, wird der Song sicher dabei sein, schliesslich gibt
es davon eine lange Version...
Wie hast du es denn überhaupt geschafft, dass du für Nissan
singen darfst?
Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, diesen Song neu zu
interpretieren und meiner hat das Rennen gemacht...
Was meinst du, wird dir diese Nissan-Sache einen Karrierepush geben...?
Ich hoffe... Es ist noch zu früh um etwas darüber zu sagen,
die Werbung ist ja erst angelaufen.
Du lebst in Paris, aber dein neues Album hast du in Schweden
geschrieben...
Ich habe mich für dieses Album total zurückgezogen, weg von
Paris. In Paris ist zu viel los, überall etwas, dass dich
ablenkt. Ich wollte mich ganz auf die Musik konzentrieren und
bin deshalb ein Jahr in Schweden geblieben.
Ist deshalb deine neue CD so anders ausgefallen?
Als meine ersten zwei Alben entstanden sind, da war ich von
Jazzmusikern umgeben. Ich wollte nach acht Jahren mal alleine sein,
mal ganz alleine, ohne diese musikalischen Einflüsse. Ich wollte
die Songs erst jemandem abspielen, wenn sie fertig sind. Ich
glaube, deshalb sind meine Pop-Wurzeln mehr an die Oberfläche
gekommen. Und die Vocals haben eine grössere Rolle gespielt, ich
habe sogar einige Percussions so Beatbox-mässig gemacht...
Hast du nicht Angst gehabt, deinen Fans mit dieser neuen
Ausrichtung vor dem Kopf zu stossen?
Anfangs schon, aber ich hab das im Kopf abgestellt, weil
meine Songs auf eine ehrliche Weise entstehen. Sie sind echt.
Sie sind jetzt, mit mehr Pop drin, genauso echt wie die ersten im Jazz-Style. Ich versuche immer das zu machen, dass für mich
gerade stimmt. Wenn ich merke, das bin nicht ich, dann mach ich
das auch nicht. Ich glaube nicht, dass die Fans geschockt sein
werden, weil die Leute kennen ja meine Stimme und meine Art Songs
zu schreiben und sie werden auch meine Melodien wieder erkennen.
Welchen Song von ABBA würdest du covern?
Ich liebe "Dancing Queen"! Ich weiss zwar grad nicht spontan,
wie ich den Song interpretieren und instrumentalisieren würde,
aber ich glaube, ich würde den nehmen.
Und mit welchen der Damen würdest du ein Duett machen wollen:
Frida oder Agnetha?
Frida.
Wieso Frida?
Weil Agnetha immer mehr im Mittelpunkt war... Und die tiefere
Stimme von Frida hat mir sehr gut gefallen.
Lass uns über Eurovision sprechen...
Ah... das ist eine grosse Sache in Schweden. Da gibt's all diese
Vorausscheidungen und wenn dann das schwedische Finale ist, dann
sind die Strassen leer. Alle machen irgendeine private Party,
wo man isst und Eurovision schaut. Irre! Dabei, dieses Jahr
haben wir ja sehr schlecht abgeschnitten... Eine nationale Tragödie.
Könntest du dir vorstellen, selber mal teilzunehmen?
Nein, ich mache ja nicht gerade den typischen
Eurovision-Song-Style... |