|
Diese
beide Damen können den Spruch "Sind denn alle netten
Männer schwul?!" unterschreiben: Zoe, die Hauptfigur aus
dem gleichnamigen Roman, und bibo Loebnau, die Autorin, eine gute
Freundin von Hape Kerkeling.
Die Schwulen laufen einfach an sie heran: Zoe ist nach Berlin
gezogen, arbeitet in der Kunstgalerie eines schwulen
Pärchens, verliebt sich zwar auch mal in einen Hetero, aber
die Beziehungen wollen irgendwie nicht so richtig klappen. Zu
guter Letzt landet sie in Barcelona unverhofft im Spital -
dazwischen trifft sie aber noch ihre Idole Iggy Pop und David
Bowie.
Der Roman ist lustig, leicht, erfrischend, unterhaltsam und er
lässt in die Seele einer Frau blicken, die sich irgendwann
mal fragt, was sie eigentlich genau will. bibo Leobnau's
Erstling ist gelungen - darum haben wir bibo kontaktiert und ihr
ein paar Fragen gestellt.
Hast du bei der Figur Zoe auch Stories einfliessen lassen, welche
du gerne erlebt hättest?
Nein, eher Situationen die ich lieber nicht hätte erleben
wollen (lacht). Die Geschichte ist ein Mixaus Realität -
teilweise persönliche Rückblenden - und Fiktion. Durch
die erfundene Rahmenhandlung hat die Story ihren roten Faden
bekommen.
Gewisse Sachen hast du also selber erlebt...
Ja, ich bin zum Beispiel als Teenie tatsächlich nach Berlin
getrampt und habe Iggy Pop getroffen. Und viele schwule Freunde
habe ich natürlich auch.
Wann kam der Moment, wo du dir vorgenommen hast, den Roman zu
schreiben?
Es schwebte mir schon immer vor, ein Buch zu schreiben, doch ich
war bis 2007 als PR-Redakteurin bei Sat1 voll engagiert. Danach
machte ich mich selbstständig und konnte mir meine Zeit
selbst einteilen. Eines Tages bat mich ein Freund, der gerade an
einem Buch gearbeitet hat, ihm bei den Formulierungen zu helfen
und da hab ich gemerkt, dass ich das auch ganz gut kann. Ich hab
dann die ersten drei Kapitel von meinem Roman geschrieben und
diese Hape vorgelesen. Er war begeistert und meinte, ich solle
unbedingt weiter machen. Ich hab das Buch anschliessend innerhalb
von dreieinhalb Monaten geschrieben.
Die Figur Zoe schliesst man sofort ins Herz und beim Lesen
entwickelt sich Zoe im Kopf des Lesers förmlich zu einer
realen Person. Da könnte man doch einen Film draus machen.
Supergerne, nur muss man dazu auch einen Produzenten haben. Angelo
Colagrossi, der Freund von Hape, meint, dass sich der Stoff zur
Verfilmung eignet. Er kann das beurteilen, da er ja auch Produzent
ist und beim Film "Horst Schlämmer - Isch
kandidiere!" Regie geführt hat. Aber ich denke, so
einfach wäre die Umsetzung dann doch nicht. Man müsste
"verschiedene Zoes" haben, weil sich die Geschichte
über mehrere Lebensjahre abspielt.
Nochmals zu Zoe: Obwohl sie viele Schwule um sich hat,
verfällt sie trotzdem nicht ganz der Gay-Szene...
Ich wollte nicht das Bild einer Schwulenmutti vermitteln, genau so
wenig wie das Klischee der "Hardcore-Schwulen". Im Roman
sind sie ganz "normale" Menschen, manchmal sogar so
"normal", dass die Damenwelt das nicht merkt und es dann
soweit kommen kann, dass Frauen sich unwissend in sie verlieben -
wie dies bei Zoe oft der Fall ist.
Wieso kommen in deinem Roman eigentlich keine Lesben vor?
Ich hatte bis vor kurzem keinen grossen Kontakt zu Lesben. Zu der
Zeit, als ich in der schwulen Szene unterwegs war, weiss ich
nicht, ob mich die Lesben damals gemocht hätten (lacht).
Ausserdem vermischen sich die zwei Szenen eher weniger. Aber
inzwischen habe ich zwei amerikanische, lesbische Freundinnen, mit
denen ich gemeinsam zum Tauchen verreise.
Denkst du schon an das nächste Buch?
Eigentlich hatte ich eine neue Geschichte angefangen - ein Krimi.
Aber die PR, die ich für den "Schlämmer"-Film
gemacht habe, und die Promo rund um "Zoe" sind
dazwischen gekommen, so dass ich keine Zeit hatte, weiter zu
schreiben und ich bin mir im Moment auch nicht sicher...
Vielleicht sollte ich doch an "Zoe" weiter spinnen...
|
WILLST DU DAS BUCH
KAUFEN, CLICKE AUF DAS COVER

Pressestimmen
Vom Suchen und Finden der Liebe.
Dass es amüsant sein kann, wenn eine Frau immer an die
gerät, beweist Bibo Loebnau mit dem Roman 'Zoe - sind denn
alle netten Männer schwul?!' (Bild am Sonntag (September 09))
Mit trockenem Witz und stellenweise saukomisch , schildert Bibo
Loebnau in ihrem Debütroman das Lebensgefühl der
brodelnden 1980er-Jahre. (TV-Spielfilm (August/September 09))
Temporeich und voller Witz schildert bibo Loebnau das Leben in der
Mauerstadt und den Versuch herauszufinden, was frau eigentlich
will. Frech, unterhaltsam-spritzig, ohne jeden Anstrich der Wie
komme ich zu meinem Traummann- Literatur überzeugt
Journalistin und Autorin Loebnau mit ihrem Romandebüt.
(Katrin Starke, Der Nord-Berliner, 6. August 2009)
Kurzbeschreibung
Sie ist charmant, cool, witzig, unabhängig, attraktiv,
anspruchsvoll - und immer noch auf der Suche nach Mr Right. Wie
viel Pech in der Liebe kann man eigentlich ertragen, ohne vom
Glauben abzufallen? Oder macht Zoe jeder Mr Wrong nur
stärker, weil sie dem einen, dem Einzigen immer näher
kommt? Nach unzähligen grandios gescheiterten Fast-, Kurz-
und Ganzkurz-Beziehungen zieht sie Bilanz und erzählt
temperamentvoll und mit viel Witz ihre Geschichte: Aus Bremen ins
verlockende Berlin der 80er Jahre, mit Szenekneipen, Musik von
Iggy Pop und David Bowie, Uni und interessanten neuen Menschen.
Und immer wieder glaubt sie, den Mann ihrer Träume gefunden
zu haben, der sich in der Regel als Fehlbesetzung entpuppt - oder
als schwul. Und so wächst und wächst die Zahl der
männlichen Freunde, auf die sie sich verlassen kann, die ihr
mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber leider nix von ihr wollen.
Aber was genau will Zoe eigentlich? »Zoe hat das Zeug zum
Bestseller!« Hape Kerkeling |