(27.05.10/dom)
Die jüngste „Gallup“-Umfrage führte zutage, dass die
Amerikaner und Amerikanerinnen der Homo-Ehe wieder positiver
gegenüberstehen als noch vor einem Jahr.
Laut „Gallup“ sprechen sich 53 Prozent der befragten
Amerikaner gegen die Homo-Ehe aus, während 44 Prozent dafür
sind. Damit hat der Anteil der Befürworter wieder leicht
zugenommen: Im vergangenen Jahr sprachen sich nämlich erst 40
Prozent dafür, und noch 57 Prozent dagegen aus. Der jetzige
Stand entspricht in etwa dem Umfrageergebnis, welches bereits im
Jahr 2007 verzeichnet wurde.
Der Stand von 53 Prozent der Amerikaner, welche sich laut der
aktuellsten Umfrage gegen die Homo-Ehe aussprachen, ist der
Tiefste seit Beginn der Erhebung im Jahre 1996. Damals sprachen
sich noch 68 Prozent dagegen und 27 Prozent dafür aus. Anhand
der jetzigen Umfrage, sprechen sich die liberalen Kräfte des
Landes mit siebzig Prozent Zustimmung am stärksten für die
Homo-Ehe aus, im Vergleich dazu die Konservativen, welche sich
nur zu 25 Prozent eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche
Paare wünschen würden.
Wie „Gallup“ in einer Bewertung der Ergebnisse erklärt, würden
die Amerikaner die Legalisierung der Homo-Ehe immer mehr
akzeptieren. Zudem würden sich auch immer mehr Gruppierungen
dafür aussprechen. Im Gegenzug dazu stehen religiöse und
konservative Bevölkerungsgruppen weiterhin stark ablehnend der
Einführung der Ehe für schwullesbische Paare gegenüber, obwohl
auch dort die Unterstützung der Homo-Ehe in den vergangenen
Jahren leicht gewachsen ist. Vor allem auch weil es mehr
religiös-konservative Gruppierungen in den USA gibt als
nicht-religiöse und eher linksgerichtete, sprechen sich
insgesamt immer noch mehr Amerikaner gegen die Homo-Ehe aus als
dafür.
Bislang sind es in den USA vor allem einzelne Bundesstaaten, in
welchen teils hart umkämpfte Debatten zum Thema Homo-Ehe geführt
werden: So haben bislang erst sechs US-Bundesstaaten der Öffnung
der Ehe zugestimmt: Nämlich District of Columbia (Washington D.C.),
Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire und Vermont. |