(08.03.11/dom)
Er ist Multimilliardär und will nun in die Politik
einsteigen, doch über Donald Trump brauen sich dunkle Wolken
zusammen: Verschiedene Schwulenorganisationen rufen zu einem
grossangelegten Boykott von allem auf, was mit Donald Trump in
Verbindung steht - und das ist eine ganze Menge…
Hintergrund ist, dass Donald Trump sich in Fernsehinterviews
mehrfach darüber geäussert hat, dass er Schwulen, Lesben und
Transgender nicht mehr Rechte zusprechen möchte. Er finde es
zwar schön, dass etwa in New York so viele Schwule und Lesben
leben, doch gleichgeschlechtliche Paare sollen seiner Meinung
nach kein Recht auf eine Ehe haben, und auch sonstige Vorteile,
welche Ehepartnern normalerweise zustehen, sollen sie nicht
bekommen. Diesbezüglich habe er sich aber noch nicht total
festgelegt, doch derzeit würde er auch da ebenfalls nicht
zustimmen. Dies stösst bei vielen vor allem auch deshalb sauer
auf, weil für ihn die eignen, doch sehr konservativen Ansichten
offenbar nicht zu gelten scheinen, ist doch Donald Trump bereits
dreimal geschieden.
Diese Aussagen von ihm sorgten für massive Empörung seitens
verschiedenster schwullesbischer Organisationen, und sie rufen
nun zum Widerstand gegen Donald Trumps Imperium auf. So soll
etwa seine eigene Fernsehshow, die Castingshow "Celebrity
Apprentice", zusammen mit sämtlichen Produkten, welche in diesem
Zusammenhang beworben werden, boykottiert werden. Auch sämtliche
Casinos, welche sich in den Händen von Trump befinden, sowie
auch dessen Hotels und Gebäude mit Wohnungen sollen boykottiert
werden.
Mit seinen Aussagen wolle Donald Trump sich den extremen Rechten
empfehlen, heisst es unter anderem von Allen Roskoff, dem
Gründer des "Jim Owles Liberal Democratic Club" in New York. Und
dies kommt nicht von ungefähr: Donald Trump hat offenbar eine
Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten ins Auge gefasst und
wird wohl für die Republikaner in den Wahlkampf 2012 einsteigen.
Bis im Juni will er sich definitiv entscheiden. So überrascht es
auch nicht, dass die Schwulenorganisation der Republikaner,
GOProud, nach wie vor zu Donald Trump stehen und, zumindest
öffentlich, kein Problem mit seiner Haltung haben. Sie finden,
dass sich kein Kandidat der Republikaner allzu "gayfriendly"
äussern dürfe.
Doch wer weiss, vielleicht wird ihn demnächst auch seine Tochter
ins Gebet nehmen: VIP-Girl und Model Ivanka Trump und deren
Ehemann Jared Kushner sprachen sich nämlich in aller
Deutlichkeit für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche
Paare aus. Sie waren im Januar sogar Host einer Spendeaktion
unter dem Titel "Freedom To Marry"… |