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USA: Grosse Konzerne gegen DOMA
family image(07.11.11/dom) Zahlreiche grosse, meist weltweittätige Konzerne wie Google, Microsoft, Starbucks, Levi Strauss oder Time Warner Cable, habe sich in den USA gegen den "Defence Of Marriage Act", oder kurz DOMA, ausgesprochen und damit stellen sie sich auf die Seite der Schwulen und Lesben.

Es war im Jahr 1996 als der so genannte "Defence Of Marriage Act" eingeführt wurde. Die Konservativen haben das Gesetz damals auf Bundesebene durchgeboxt um die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau festzuschreiben und um damit den gleichgeschlechtlichen Paaren die Ehe vorzuenthalten. Zahlreiche LGBT Organisationen haben sich in jüngster Zeit zusammen mit verschiedenen Menschenrechtsgruppen daran gemacht, den politischen Druck zu erhöhen um DOMA wieder rückgängig zu machen und der damit verbundenen Diskriminierung ein Ende zu bereiten. Damit würden Benachteiligungen unter anderem im Bereich der Gesundheitsvorsorge, der Renten- und Hinterbliebenenversicherungen, sowie im Arbeitsrecht aufgehoben, welche derzeit für gleichgeschlechtliche Paare gelten. Dem haben sich nun auch sechzig grosse Konzerne angeschlossen und sie haben gemeinsam ihre Forderungen zum Ende von DOMA bei einem Gericht in Boston deponiert.

Unter den Firmen befinden sich grosse Konzerne wie Nike, Levi Strauss und Aetna im Bereich der Fashion, aber auch IT-Riesen wie Microsoft und Google, Medienunternehmen wie CBS und Time Warner Cable, aber auch Stadtregierungen wie etwa jene von New York City, Boston oder Cambridge im Bundesstaat Massachusetts. Die Forderungen ausgearbeitet haben die jeweiligen Anwälte und Rechtsabteilungen der Firmen. Als Ziel haben sie die derzeit geltenden Ungerechtigkeiten im Bereich des Arbeitsrechts durch das Ende von DOMA wieder auszugleichen, damit Ehepaare und Partner in Eingetragenen Partnerschaften, respective gleichgeschlechtliche Eheleute, auch auf Bundesebene gleichgestellt sind.

Wie die Firmen in ihrem Statement weiter ausführten, hätten 2008 rund 94 Prozent der "Fortune 500"-Firmen ihre LGBT-Angestellten vor Diskriminierung geschützt. Die Diskriminierung, welche durch DOMA vorliege, verlange nun, dass man sich auf diese Werte zurückbesinne. Viele Firmen würden heute schon freiwillig ihre schwullesbischen Angestellten mit zusätzlichen Leistungen etwa im Bereich der Gesundheitsvorsorge oder der Witwen-/Witwerrente unterstützen um die Ungerechtigkeiten zu minimieren. Es dürfe auch nicht sein, heisst es weiter, dass Paare nach zwei verschiedenen Gesetzesbüchern leben müssen. So gibt es gleichgeschlechtliche Paare, welche nach dem Recht des Bundesstaats verheiratet sind, aber nach Bundesrecht als Singles beurteilt werden. Es gebe zu viele rechtliche Hürden für solche Paare.

Auch Präsident Barack Obama nimmt dieses Anliegen ernst und arbeitet derzeit in Richtung Abschaffung von DOMA. So forderte er im Februar diesen Jahres die Gerichte auf, DOMA nicht mehr aktiv anzuwenden (gay.ch berichtete). Im Juli des vergangenen Jahres hat zudem ein Gericht in Boston geurteilt, dass DOMA als verfassungswidrig einzustufen sei.