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USA: Die Geschichte hinter dem gesichtslosen Soldaten… geht weiter!
family image(05.10.11/dom) Mit seinen Videoclips sorgte der amerikanische Soldat Randy Phillips weltweit für Schlagzeilen: Via Youtube zeigte er, wie er sein Outing für die Zeit nach "Don't Ask - Don't Tell" vorbereitet hat. Nach dem "Live-Youtube"-Outing bei seinem Vater, folgt nun auch noch das Outing bei seiner Mutter.

Es werde nicht einfach werden, erklärte Ryan Phillips, gleich zu beginn noch bevor er die Nummer wählte. Seine Mutter sei viel konservativer als sein Vater. Während der Vater offen regierte, als Randy sich bei ihm ebenfalls live on Video via Telefon outete, so war die Mutter schon viel ruhiger und wusste offenbar nicht so recht mit der Situation umzugehen. Es wurde schliesslich ein fast 20-minütiges Gespräch...
 
 
USA: Die Geschichte hinter dem gesichtslosen Soldaten…
(24.09.11/dom) Outen durfte er sich als Soldat der US-Army nicht öffentlich, daher postete er Clips rund um "Don't Ask - Don't Tell", welche sein Gesicht nicht zeigen. Zur Aufhebung von DADT am 20. September meldete er sich wieder zu Wort, und zwar mit Gesicht und einem ganz besonderen Telefon-Gespräch: Er outete sich vor laufender Kamera bei seinem Vater.

Es war lange vor der offiziellen Aufhebung von "Don't Ask - Don't Tell", da meldete sich ein Soldat via Youtube an die Öffentlichkeit um von seinem schrittweisen Coming Out zu berichten. Sein Gesicht zeigte er dabei nicht, um nicht aus der Armee entlassen zu werden - bis jetzt: Am 20. September, just an jenem Tag, ab welchem es schwullesbischen Soldaten in der US-Armee offiziell erlaubt ist, sich zu outen ohne Konsequenzen befürchten zu müssen (gay.ch berichtete), postete der Soldat ein weiteres Video - diesmal zeigt er sich stolz mit Gesicht. Doch, dass er sein Gesicht zeigt, ist nicht die einzige Überraschung in diesem Clip, sondern, er ruft auf live vor der Kamera seinen Vater an um sich bei ihm offiziell als schwul zu outen.

Doch zuerst von Anfang an: Ab August in diesem Jahr tauchen im Internet zahlreiche Videos von einem Soldaten auf, welcher über das Schwulsein innerhalb der US-Streitkräfte berichtet. Er sei ein Soldat aus dem so genannten "Bible Belt" in den USA - jenen konservativen und streng christlichen Bundesstaaten in der Mitte der USA - und er sei derzeit in Europa stationiert, bevor er dann weiter in den Mittleren Osten verlegt werde. Er spricht dabei auch davon, was "Don't Ask - Don't Tell" für ihn bedeutet, und er zeigt auch sein Coming Out bei einem Mitsoldaten.
 
   
   
 

Einige Tage später postet er einen weiteren Clip: Diesmal zeigt es Kollegen von ihm - ebenfalls Soldaten - welche in der Kaserne "Rolling in the Deep" von Adele covern (gay.ch berichtete). Da dieses Video weltweit von über einer Millionen Menschen angeschaut und auch in Fernsehsendungen gezeigt wurde, sind seine Kollegen aber auch auf jene Videos aufmerksam geworden, in welchen er sich outet. Doch, glücklicherweise war dies für seine Mit-Soldaten absolute kein Problem, sie gratulierten ihm sogar, und was noch viel wichtiger ist: Sie hielten dicht und verpfiffen ihn nicht bei den Vorgesetzten.
 

   

Im nächsten Clip, welcher der Soldat im September gepostet hat, nimmt er Stellung zu fragen, welche ihm via Twitter zugesandt wurden. Dabei gab er auf sehr offene Antworten über seine Gefühle und darüber was "Don't Ask - Don't Tell" für ihn persönlich bedeutet, und welche Konsequenzen sich daraus für ihn ergaben. Er sei wieder zurück nach Deutschland versetzt worden, fügte er hinzu, und er löste auch das Geheimnis auf, was er am 20. September machen werde, wenn DADT endlich offiziell aufgehoben ist, und er endlich öffentlich zu seiner Homosexualität stehen darf: Er werde dann sein Gesicht zeigen, kündigt er an.
 

 

In seinem letzten Post vor der Aufhebung von DADT erzählt der noch unbekannte Soldat über seine Erlebnisse in den letzten Tagen. Er sei sehr sehr glücklich, und er habe in den vergangenen Wochen auch ganz sanft und langsam auch damit begonnen bei Freunden, bei Familienangehörigen und nicht zuletzt auch bei anderen Soldaten Andeutungen über sein Coming Out zu machen. Zudem stellte er auch einen "It gets better"-Clip online (mehr Infos zur It gets better-Kampagne), mit welchem er Anderen Mut machen will um sich zu outen.
 

 

Am 20. September war es nun soweit: Der bis dato gesichtslose Soldat zeigt sich in einem Clip und vollzieht damit den letzten Schritt zum öffentlichen Outing. Und… er führte jenes Gespräch gleich live vor der Kamera, welches für jeden Schwulen und jede Lesbe wohl eines der schwierigsten im ganzen Leben ist: Er ruft seinen Vater an um ihm zu sagen, dass er schwul ist…