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USA: Barack Obama hat unterschrieben - DADT offiziell abgeschafft
family image(22.12.10/dom) Jetzt gibt es kein zurück mehr: US-Präsident Barack Obama hat das neue Gesetz unterschrieben und damit gehört "Don't Ask - Don't Tell" (fast) definitiv der Geschichte an.
 
Er zeigte sich sichtlich erfreut, als er das Gesetz endlich unterschreiben konnte. Lange stand die Abschaffung von "Don't Ask - Don't Tell" auf Messers Schneide, doch mit der Abstimmung von Dienstag im Senat war alles klar. Mit der Unterschrift hat US-Präsident Barack Obama ein weiteres Wahlversprechen eingelöst, denn er hat bereits während seinem Wahlkampf immer wieder betont, dass er sich für die Aufhebung dieses unfairen Gesetzes einsetzen werde.

Während einer kurzen Rede erklärte Obama, dass er stolz sei dieses Gesetz zu unterschreiben, welches die nationale Sicherheit stärken werde. Zehntausende von Amerikaner in Uniform müssten nun nicht mehr ein Leben mit einer Lüge leben. Mit der Unterschrift wird DADT zwar nicht per sofort aufgehoben, doch der Prozess bis zur Abschaffung wird damit offiziell angestossen. Wirklich abgeschafft wird das Gesetz erst, wenn das Verteidigungsministerium gegenüber dem Kongress bestätigt, dass die noch offenen Fragen geklärt werden konnten, so etwa in Bezug auf die Ausbildung und die Trainingprogramme innerhalb der Truppen. So warnte Obama, dass DADT nun noch in Kraft bleibe, doch er habe alle darauf hingewiesen, dass sie die Umsetzung schnell und effizient durchführen sollen.
 
USA: Endlich... Don't Ask - Don't Tell wurde abgeschafft!
(19.12.10/dom) Der Senat in den USA hat mit einer klaren Mehrheit bestimmt: "Don't Ask - Don't Tell" wird abgeschafft und damit dürfen schwullesbische Soldaten bei den US-Streitkräften offen zu ihrer sexuellen Orientierung stehen.

Lange galt es als ungewiss, doch schlussendlich war das Resultat in der kleinen Kammer des amerikanischen Parlaments, dem Senat, doch recht deutlich: Mit 65 zu 31 Stimmen sprachen sich die Abgeordneten für die Aufhebung von "Don't Ask - Don't Tell" aus. Damit dürfen Schwule und Lesben erstmals in der Geschichte der USA offen zu ihrer sexuellen Neigung stehen. Das deutliche Resultat ist zustande gekommen, weil sich insgesamt acht Republikaner auf die Seite der Demokraten geschlagen haben. Damit folgt der Senat dem Repräsentantenhaus, welches die Abschaffung von DADT am Mittwoch bereits zum zweiten Mal gebilligt hat.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich höchsterfreut, dass er mit der Abstimmung sein Wahlversprechen endlich in der Tat umsetzen konnte. Es sei ein historischer Schritt und ein Sieg für die Bürgerrechte, erklärte Obama in einer ersten Stellungnahme. Auch Ex-Präsident Jimmy Carter zeigte sich erfreut, und erklärte, dass die US-Bürger soweit seien, dass sie auch einen Schwulen zum US-Präsidenten wählen könnten. Neben den beiden Politikern zeigten sich auch Lady Gaga und Ellen Degeneres höchst erfreut über das Abstimmungsresultat.
 
USA: Abstimmung über Don't Ask - Don't Tell am Samstag?
(17.12.10/dom) Die Abstimmung im Senat über die Abschaffung von "Don't Ask - Don't Tell" soll am Samstag stattfinden.

Wie der Vorsitzende im Senat, Harry Reid, hat verkündigt, dass er alles daran setzen werde, dass die Abstimmung über "Don't Ask - Don't Tell" an diesem Samstag über die Bühne gehen kann. Es ist ein wahres Hick Hack um diese Gesetzgebung entstanden. Am Mittwoch haben sich die Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus erneut für die Abschaffung ausgesprochen - und das mit deutlicher Mehrheit (siehe Bericht unten). Im Senat dürfte das Resultat aber nicht so deutlich ausfallen.

Über die Aufhebung des entsprechenden Gesetzestexts soll alleine abgestimmt werden. In einer früheren Abstimmung war er an das Budget der Streitkräfte gekoppelt und damals fehlten drei Stimmen um für den Durchbruch zu sorgen. Wie Senator Scott Brown am Mittwoch mitteilte, habe man die Zusage von 61 der 100 Senatoren, dass sie einer Abschaffung zustimmen werden. Diese Zahl kommt nur Zustande, da neben den Demokraten auch einige Republikaner öffentlich bekannt gaben, dass sie dafür sind, dass "Don't Ask - Don't Tell" aus dem Gesetz gestrichen wird. So haben jüngst die beiden Republikanerinnen Olympia Snowe vom Bundesstaat Maine und Lisa Murkowski aus Alaska bekannt gegeben, dass sie der Abschaffung zustimmen werden.
 
USA: Repräsentantenhaus stimmt wieder für Aufhebung von DADT
(16.12.10/dom) Am Mittwochnachmittag hat das US-Repräsentantenhaus erneut über die "Don't Ask - Don't Tell"-Regel abgestimmt - und die Abgeordneten haben sich für die Aufhebung des unfairen Gesetzesartikels ausgesprochen.

Es war ein ziemlich deutliches Statement, welches das US-Repräsentantenhaus in Richtung des Senats geschickt hat. Mit 250 zu 175 Stimmen sprachen sich die Abgeordneten der grossen Kammer für die Aufhebung von "Don't Ask - Don't Tell" aus. Neben den Demokraten, sprachen sich auch 15 Republikaner dafür aus, dass sich schwule und lesbische Armeeangehörige offen zu ihren sexuellen Neigungen stehen dürfen. Bereits im Frühjahr 2010 hat sich das Repräsentantenhaus für die Aufhebung ausgesprochen.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich in einer ersten Stellungnahme äusserst erfreut über das Resultat. In dieser Sache vorwärts zu machen, sei nicht nur das einzig richtige, sondern, es gibt für die Streitkräfte auch die nötige Klarheit und Sicherheit, welche es braucht. Es müsse Gewissheit dafür bestehen, dass alle Amerikaner, welche bereit sind ihr Leben für ihr Land zu riskieren, auch alle fair und gleich behandelt werden.

Nun liegt es erneut am Senat über die Aufhebung zu befinden, doch da wird ein sehr enger Ausgang der Abstimmung erwartet. Es wird erwartet, dass die Senatoren frühestens anfangs nächster Woche über das Anliegen befinden werden.  Eine erste Abstimmung vor einigen Tagen wurde abgelehnt, damals war die "DADT" noch mit dem Budget für die Streitkräfte gekoppelt...
 
USA: DADT wieder nicht aufgehoben
(10.12.10/dom) Gestern hat der US-Senat über das Verteidigungsbudget abgestimmt, daran gekoppelt war auch die Abschaffung von "Don't Ask, Don't Tell". Die Abgeordneten liessen einmal mehr die Muskeln spielen. Mit 57 zu 40 Stimmen, fand sich zwar eine Mehrheit, doch es wären insgesamt 60 Ja-Stimmen nötig gewesen um das Gesetz anzunehmen.

Harsche Worte ernteten die Politiker von US-Präsident Barack Obama: Er sei extrem enttäuscht, erklärte er in einer ersten Stellungnahme. Er wandte sich auch gleich an jene Minderheit unter den Abgeordneten, welche sich gegen die gesamte Vorlage stellten, weil sie sich mit der Aufhebung von "Don't Ask - Don't Tell" nicht einverstanden zeigen konnten, und dies, obwohl eine vom Pentagon in Auftrag gegebene Studie gezeigt habe, dass die Streitkräfte darauf vorbereitet sei mit Amerikanern zu dienen, welche zu ihren Lesbisch- respektive Schwulsein stehen. Eine Mehrheit der Bevölkerung würde zudem einer Aufhebung von DADT zustimmen, fügte Obama hinzu. Dieses Gesetz schwäche die nationale Sicherheit, verringert die militärische Bereitschaft und verletzte zudem die amerikanischen Grundrechte in Bezug auf Fairness, Integrität und Gleichbehandlung.

US-Präsident Barack Obama und auch sein Verteidigungsminister haben sich mit Vehemenz dafür eingesetzt, dass DADT abgeschafft wird. Was im Repräsentantenhaus bereits im Frühling gelungen ist (gay.ch berichtete), muss nun im Senat einmal mehr in die Verlängerung. Obama gibt die Hoffnung jedoch nicht auf und zeigt sich zuversichtlich. Er fordert die Senatoren auf, über diese wichtige Sache noch einmal in der so genannten "Lame Duck Session" abzustimmen. Die "Lame Duck Session" ist jene Zeit, in der die zurückgetretenen bzw. abgewählten Abgeordneten noch im Senat sind, und bevor die frisch gewählten Senatoren in die kleine Kammer einziehen.