(21.04.11/dom)
Was nach einer plumpen Werbeaktion klingt, könnte aber doch
noch eine grössere Tragweite bekommen: Richard Branson hat eine
Wette verloren und wird nun während einem Flug von London nach
Kuala Lumpur als Drag Queen die Cabin Crew unterstützen - doch:
Cross Dressing ist in Malaysia verboten und wird hart bestraft.
Er ist der Chef der Fluggesellschaft Virgin und auch sonst
ist Richard Branson immer wieder in den Medien anzutreffen, sei
es etwa weil er den ersten kommerziellen Flug in den Weltall
anbieten will, oder weil er sich gerade auf einer anderen
Rekordjagd befindet. Doch diesmal hat er sich etwas verschätzt,
und zwar bei einer Wette gegen Tony Fernandes, dem Besitzer der
Fluggesellschaft AirAsia. Da Beide gleichzeitig auch Besitzer
eines Formel-1-Rennstalls sind, bietet es sich an, dass man
wettet, welches Team am Ende der Saison denn besser abgeschnitten
hat - tja, und eben Richard Branson mit seinem Team Virgin Racing hat gegen Lotus Racing, das Team von Fernandes, verloren.
Der Wetteinsatz: Der Verlierer muss sich öffentlich die Beine
rasieren und als "Trolley Dolly Drag" die Cabin Crew auf einem
Flug der jeweiligen Konkurrenzairline unterstützen, sprich,
Richard Branson wird als Drag-Flight Attendant einen Flug der
AirAsia von London in die malaysische Hauptstadt Kuala Lumpur
begleiten. Doch wer Richard Branson kennt, der weiss, dass er
auch daraus ein Geschäft - aber natürlich für seine Charity
Organisation - machen wird: Der Flug wurde nämlich gross
angekündigt. Die AirAsia-Maschine verlässt den Flughafen London
Stansted am 1. Mai in Richtung Kuala Lumpur, und es sind noch
rund 180 Tickets erhältlich. Doch dem nicht genug: Die
Passagiere können auch etwas ersteigern, und zwar darf
derjenige, der am meisten bietet, die Beine von Branson
höchstpersönlich rasieren. Im Anschluss gibt es zudem noch
eine weitere Charity Auktion im Putrajaya Marriott Hotel & Spa.
Der Erlös aus der Versteigerung und aus den Flugtickets fliessen
in die Virgin Unite - eine Non-Profit-Organisation von Richard
Branson.
Doch es gibt auch noch einen anderen Punkt, denn Richard Branson
beachten sollte: Homosexualität ist in Malaysia verboten, und
unter das gleiche Gesetz fällt auch Cross Dressing. Beim
Verstoss gegen dieses Gesetz können bis zu mehrjährigen
Haftstrafen drohen. Da sind wir mal gespannt, wie die
malaysischen Behörden auf diesen Spass mit Richard Branson
reagieren werden... ob er wohl direkt beim Verlassen des
Flugzeugs verhaftet wird? |