(04.10.11/dom)
Derzeit plant Grossbritannien den offiziellen Pass
anzupassen, damit auch gleichgeschlechtliche Eltern korrekt
aufgeführt sind, und damit Transgender die Möglichkeit erhalten,
ihr Geschlecht nicht festlegen zu müssen.
Statt wie bisher "Mutter" oder "Vater" wird im neuen Pass
die "Elternteil 1" und "Elternteil 2" stehen. Damit sollen
Diskriminierungen ausgeschlossen werden, heisst es in einem
ersten Statement. Mit diesen Massnahmen werden auch die
Interessen der Kinder geschützt. Bei den Pässen, welche
voraussichtlich ab Ende Jahr erhältlich sein werden, soll es
künftig auch möglich sein, dass Transgender ihr Geschlecht nicht
angeben müssen. Mit diesen Neuerungen werde sichergestellt, dass
jede Person auch die korrekten Angaben in seinem Pass aufgeführt
hat.
Verschiedene LGBT-Organisationen haben sich diesbezüglich
nämlich beschwert, dass sie im Pass ihrer Kinder nicht korrekt
aufgeführt werden. Dies wiederum rief nun diverse
Familienorganisationen auf den Plan, welche sich die Rolle der
Mutter und des Vaters durch den Begriff "Elternteil" abgewertet
finden. Väter und Mütter seien in ihrer Rolle nicht
austauschbar, schreiben sie weiter.
Ob dieser Neuerung zufrieden zeigten sich die
Schwulenorganisationen: Diese Änderungen würden einfach schlicht
die Realitäten des modernen Lebens, wie sie nun einmal bestehen,
wiedergeben, heisst es beispielsweise von Seiten von
"Stonewall". Einerseits werde die Situation für
gleichgeschlechtliche Eltern, welche einen Pass für ihre Kinder
beantragen, klarer, und andererseits werde es auch für die
Behörden und Beamten offensichtlicher.
In den USA wurden ähnliche Anpassungen ebenfalls in diesem Jahr
vorgestellt. |