(19.12.11/dom)
Der Präsident von Uganda, Yoweri Museveni, droht den USA und
Grossbritannien, dass die angedrohten Sanktionen auch die LGBTs
selber treffen werden.
Sowohl der britische Premierminister David Cameron (gay.ch
berichtete), wie auch die amerikanische Aussenministerin
Hillary Clinton (gay.ch
berichtete) haben vor einigen Wochen bekräftigt, dass sie
die Höhe der künftigen Entwicklungshilfe an Uganda auch von der
Menschenrechtssituation abhängig machen werden. Im Fokus dabei
stehen vor allem die Rechte der Schwulen, Lesben und Transgender,
wie sowohl die Briten und auch die Amerikaner betont haben. Seit
rund zwei Jahren steht nämlich in Uganda ein Gesetz zur Debatte,
welches die Strafen auf Homosexualität massiv erhöht (gay.ch
berichtete). Der Präsident von Uganda, Yoweri Museveni,
denkt nun aber nicht daran, sich gegen dieses Gesetz
auszusprechen, sondern, er beginnt vielmehr sich gegen die
angedrohten Massnahmen von UK und den USA zu wehren.
Sichtlich besorgt darum, dass er künftig mit weniger Geld
auskommen muss, meldete sich der ugandische Präsident am Freitag
mit einer Botschaft an die westlichen Staaten. Er warnte sie
davor, dass sie jegliche wirtschaftlichen Sanktionen gegen sein
Land auch immer auf die "vom Westen geliebten LGBTs"
zurückfallen würden. Bevor ihm jemand eine Lektion in Sachen
Rechte für Homosexuelle geben solle, sollte man zuerst mal über
die Eisenbahnen sprechen, fügte er hinzu. Homosexuelle würden
auch Strom brauchen. Homosexuelle brauchen auch Strassen und
Homosexuelle brauchen auch Eisenbahnen. Für diese deutliche
Ansage, erntete Museveni Applaus vom Publikum.
Mehr Informationen im gay.ch-Dossier zu Uganda:
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