(13.11.11/dom)
Der Mörder vom Schwulenaktivisten David Kato (Bild), Sidney Nsubuga
Enoch, wurde zu dreissig Jahren Haft verurteilt.
Es war im Januar 2011 als der ugandische Schwulenaktivist
David Kato ermordet wurde. Nun wurde der Täter, der 22-jährige
Sidney Nsubuga Enoch, von einem Gericht zu insgesamt dreissig
Jahren Haft verurteilt. Vor Gericht erklärte er, dass er keine
andere Wahl gehabt habe, als David Kato mit einem Hammer zu
erschlagen, da er ihn bedrängt habe. Dies ist entspricht der
üblichen Vorgehensweise der Verteidigung in solchen Prozessen,
um ein milderes Urteil zu erwirken. Die Richter sind aber
offenbar nicht darauf eingestiegen. Sie wollten wohl auch ein
Zeichen setzen, da sie sich bewusst waren, dass der Prozess
international sehr viel Beachtung erhalten hat.
Schon der Mord an David Kato sorgte international für Schlagzeilen und
sogar US-Präsident Barack Obama würdigte die Arbeit von David
Kato. Er war einer der wenigen schwulen Männer, welche sich
öffentlich für die Rechte der LGBTs eingesetzt hat - dies ist
ihm wohl auch zum Verhängnis geworden, obwohl die Polizei in
einem Statement betont hat, dass der Mord nichts mit dem
Engagement David Katos für die Schwulen und Lesben zu tun hat.
Es sei ein gewöhnlicher Raubüberfall gewesen.
Mehr zum Uganda findest Du im gay.ch-Dossier:
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