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UGANDA: Schwulenaktivist nach Outing getötet
family image(27.01.11/dom) Das Outing von Schwulen auf der Titelseite durch die Zeitung "Rolling Stone" in Uganda hat ein erstes Todesopfer gefordert. David Kato wurde gestern bei sich zuhause zu Tode geprügelt.

Stets hat er sein eigenes Leben in Gefahr gebracht, um für die Rechte der Schwulen, Lesben und Transgender zu kämpfen. Dieser unermüdliche Kampf kostete ihm am Mittwoch um 1 Uhr in der Nacht das Leben. Ein Mann brach in das Haus von David Kato ein und schlug zweimal auf seinen Kopf ein. Darauf flüchtete er mit seinem Fahrzeug. David Kato verstarb noch auf dem Weg ins Kawolo Spital, wie die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" in einem Statement bekannt gab. Wie die Polizei gegenüber dem Anwalt von Kato mitteilte, hätten sie die Autonummer des Flüchtigen und sie werden nun nach ihm suchen.

Die Zeitung "Rolling Stone" steht im Zusammenhang mit dem Mord im besonderen Fokus: Im Oktober outete die Zeitung nämlich hundert Schwule mit Fotos, Name und Wohnadresse. Dazu stand in grossen Lettern geschrieben: "Hängt sie!" (gay.ch berichtete). Diese Todesdrohung wurde nun in die Tat umgesetzt, denn David Kato war in dieser Ausgabe als führender Schwulenaktivist Ugandas auf der Titelseite zu sehen. Erst zum Jahreswechsel hat ein Gericht der Zeitung ein permanentes Verbot auferlegt, wonach sie nie wieder Schwule, Lesben oder Transgender öffentlich outen dürfe. Auch Homosexuelle hätten ihre Rechte und die Zeitung habe mit dieser Berichterstattung deren Persönlichkeitsrechte verletzt, erklärten die Richter in diesem überraschenden Urteil (gay.ch berichtete).

Zuerst als Primarschullehrer, wurde David Kato zum Vorsteher der Organisation "Sexual Minorities Uganda" und dort war er unter anderem auch für die rechtlichen Belange zuständig. Er war eine der führenden Stimmen im Land, welche sich gegen die Anti-Schwulengesetze (gay.ch berichtete) öffentlich ausgesprochen haben.