(14.12.10/dom)
Sharon Stone, Anne Hathaway, Barack Obama, Jodie Foster,
Daniel Radcliffe, Lisa Kudrow, Halle Berry, Britney Spears,
Annie Lennox, Meg Ryan, Janet Jackson, Hillary Clinton, Melissa
Etheridge, Paris Hilton, Avril Lavigne, Sacha Baron Cohen um nur
einige der prominenten Unterstützer und Spender des "Trevor
Projects" in den USA zu nennen. Sie alle setzen sich dafür ein,
dass jungen Schwulen, Lesben und Transgender geholfen werden
kann, wenn sie in Probleme rund um ihre sexuelle Identität
kommen.
Selbstmord ist eine der häufigsten Todesursachen bei
Jugendlichen, und wenn man bedenkt, dass die Suizidrate gerade
bei schwulen, lesbischen, bisexuellen und transgender
Jugendlichen noch einmal um ein Vielfaches höher liegt als bei
ihren heterosexuellen Kollegen, so wird eindeutig klar, dass
unbedingt Handlungsbedarf besteht. Diesen Tatsachen hat sich in
den USA unter anderem das "Trevor Project" angenommen, und nicht
zuletzt durch die vielen prominenten Spender, hat sich dieses
Projekt zu einer wichtigen Institution für schwullesbische und
transgender Jugendliche entwickelt. Besonders in jüngster Zeit
wurde die Notwendigkeit wieder auf äusserst tragische Weise vor
Augen geführt, als bekannt wurde, dass durch das so genannte "Bullying"
alleine im Monat September 2010 in den USA fünf Fälle von
Jugendlichen öffentlich bekannt wurden, welche sich das Leben
genommen haben, weil sie von ihren Mitschülern aufgrund ihrer -
teils auch vermeintlichen - sexuellen Ausrichtung gehänselt,
schikaniert und sogar gewaltsam angegangen wurden.
Bereits seit Anfangs 2010 wurde das seit längerem bekannte
Phänomen des "Bullying", des Schikanierens und Hänseln von
Mitmenschen, in der amerikanischen Öffentlichkeit einmal mehr
diskutiert. Dabei wurde, nicht zuletzt durch die prominente
Unterstützung, der Fokus auch stark auf Homophobie gelegt. Viele
Politiker bis hinauf zum Präsidenten der USA, sowie auch
zahlreiche grosse Stars haben öffentlich ihre Unterstützung dem
"Trevor Project" zugesprochen, denn die jüngsten Vorfälle
machten deutlich, wie wichtig diese Institution ist.
Die Gründung geht auf einen für den amerikanischen Fernsehsender
"HBO" produzierten, und danach Oscar-prämierten Kurzfilm mit dem
Titel "Trevor" im Jahr 1998 zurück. Darin wird ein 13-jähriger
Jugendlicher wegen seinem Schwulsein von seinen Kameraden
gemieden und schikaniert, bis er sich schlussendlich versucht
das Leben zu nehmen. Bevor "Trevor" ausgestrahlt wurde, machte
sich der Sender darüber Gedanken, wie man solche Jugendlichen,
wie eben diesen "Trevor" unterstützen könnte. Dabei stellten sie
aber fest, dass es kaum Hilfestellungen gibt, an welche sich die
schwullesbischen und transgender Jugendlichen wenden können. Aus
diesem Grund rief der Sender mit Unterstützung der "Colin
Higgins Foundation" die "Trevor Lifeline" ins Leben - die erste,
landesweite 24-Stunden-Helpline für Jugendliche in
Krisensituationen. Damit nahmen sie sich auch dem Problem der
hohen Suizidrate bei jugendlichen Schwulen, Lesben und
Transgender an. Im Weiteren wurde das Angebot später auch
ausgeweitet: "TrevorSpace" ist ein Online-Social Network für 13
bis 24-Jährige, welches moderierte Chats ermöglicht.
Die Helpline, sowie auch der Chat bieten Hilfe, wenn Jugendliche
aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung von ihren Mitschülern
schikaniert oder gar gewaltsam angegangen werden, denn es geht
schliesslich und endlich darum, Leben zu retten und den
Jugendlichen in ihren teils ausweglos scheinenden Situationen
Halt und Schutz zu geben. Daneben bietet das "Trevor Project"
auch Hilfestellungen für Eltern und Lehrer, welche mit dieser
Thematik einerseits selber konfrontiert sind, oder welche aktiv
mithelfen wollen, die Jugendlichen bei ihrem Outing und im
Prozess des sich selber akzeptieren zu unterstützen.
Link:
http://www.thetrevorproject.org |