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TAIWAN: 30'000 nahmen an Gay Pride teil
(03.11.10/dom) Um für Toleranz und mehr Rechte zu demonstrieren haben sich am vergangenen Samstag in Taipeh rund 30'000 Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender zur getroffen. Die Parade zieht Jahr für Jahr mehr Menschen an…

Es war im Jahr 2003 als erstmals rund 500 Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transgender und deren Freunde und Angehörige durch die taiwanesische Hauptstadt zogen um für ihre Rechte zu werben und um öffentlich für mehr Toleranz zu werben. Seither ist die Parade, wie auch das Rahmenprogramm stetig gewachsen. Währned 2009 bereits rund 25'000 durch die Stadt marschierten, so konnte Zahl in diesem Jahr nochmals deutlich auf bereits 30'000 Teilnehmer vergrössert werden. Damit ist die Gay Pride in Taipeh die Grösste der Welt innerhalb der chinesischen Gemeinschaft. Und weil solche Paraden in der Volksrepublik China jeweils verboten werden, reisten auch zahlreiche Schwule und Lesben vom Festland auf die Insel um die dortige Gay Community zu unterstützen, zudem kamen auch viele von Hong Kong, Japan und aus anderen Südostasiatischen Staaten.

Die Route der Gay Pride führte auf rund 4.6 Kilometer durch Taipeh, vorbei an bekannten Treffpunkten der Community wie Bars und einem Park. Dazu gab es Stände von 126 Gruppierungen und Organisationen, welche sich für die Schwulen und Lesben einsetzen, wie der Veranstalter verlauten liess. Die Veranstaltung endete schliesslich mit einem Konzert der taiwanesischen Popsängerin A-Mei, welche sich immer wieder öffentlich für die Rechte der Schwulen und Lesben ausspricht.

Die Teilnehmer forderten unter anderem, dass die Regierung Gesetze für Homosexuelle einführt. So sollen etwa die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden. Zudem wollen sie der Gay Community auch ein Gesicht geben und sichtbarer werden.