(09.09.11/dom)
Der südafrikanische Präsident Jacob Zima hat Mogoeng Mogoeng
als neuen Oberrichter eingesetzt - die Empörung darüber war
gross, ist dieser doch für seine frauen- und schwulenfeindlichen
Kommentare bekannt.
Jacob Zuma, der Präsident von Südafrika, zeigte sich
überzeugt von seiner Wahl: Sowohl der Oberrichter, wie auch
dessen Stellvertreter würden das Vertrauen geben, dass die
Justiz Südafrikas in guten Händen sei, erklärte er bei der
Bekanntgabe seiner Wahl. Ebenso freundlich gestimmt waren die
Worte von Mogoeng Mogoeng, als er die Wahl annahm und sich bei
Zuma für das entgegengebrachte Vertrauen und die Zuversicht
bedankte. Weiter versprach er, dass er das Amt und die damit
verbundenen Aufgaben nicht missbrauchen werde. Er werde die
Verfassung und die Menschenrechte, welche damit eng verflechtet
sind, schützen und bewahren, fügte er hinzu.
So richtig glauben wollte dem 50-jährigen jedoch offenbar kaum
jemand, denn bereits kurz nachdem Jacob Zuma die Wahl von
Mogoeng Mogoeng bekannt gab, kündeten diverse Organisationen
ihren Widerstand an. Zahlreiche schwullesbische und soziale
Organisationen, wie auch Frauenrechtsgruppen, die
Oppositionsparteien, wie auch drei südafrikanische
Anwaltsorganisationen und neun amerikanische Rechtsprofessoren
haben sich in einem Protestschreiben an Zuma gewandt. Grund für
ihren Unmut sind homophobe und frauenfeindliche Kommentare,
welche Mogoeng Mogoeng immer wieder öffentlich machte, und
welche mit dem Amt des Obersten Richters nicht zu vereinbaren
seien.
Auch die Verfassungsexperten in Südafrika kritisieren die Wahl
scharf: Mogoeng Mogoeng sei das konservativste Mitglieder der
Gerichte, erklärten sie. |