(19.07.10/dom)
Um die Homophobie im Land zu bekämpfen, geht eine
Schwulenorganisation in Serbien aussergewöhliche Wege: Sie
klopfen bei der serbisch-orthodoxen Kirche an…
Um die im Land grassierende Homophobie zurückzudrängen, geht
das "Gay-Lesbian Info Center" in Serbien einen Schritt auf die
serbisch-orthodoxe Kirche zu und bittet deren Oberhaupt,
Patriarch Irinej um Hilfe. Die Kirche könne in ihrer Funktion
eine wichtige Rolle übernehmen, erklärte die Organisation, um
Homophobie zu reduzieren. Die Schwulen, Lesben und Transgender
in Serbien würden tagtäglich mit Homophobie konfrontiert, und
oftmals würden religiöse Motive für die Attacken angegeben. Aus
diesem Grund will das Info-Center die Kirche stärker einbinden.
Bislang hat die serbisch-orthodoxe Kirche nicht auf diesen
Vorschlag reagiert. Doch grosse Erwartungen dürfen die
Initianten wohl nicht haben: Die Kirche ist sich ihrem enormen
Einfluss im konservativen Serbien durchaus bewusst, und deren
religiösen Oberhäupter haben Homosexualität in der Vergangenheit
des Öfteren massiv kritisiert.
Im vergangenen Jahr ist Serbien international scharf kritisiert
worden, weil die Behörden den Drohungen von Konservativen und
Ultranationalisten nachgegeben haben, und die Gay Pride
absagten.
|