(12.01.11/dom)
Obwohl Schwule und Lesben in Serbien alles andere als ein
freies Leben haben, fordert mit dem "Gay-Lesbian Info Center" (GLIC)
eine Nichtregierungsorganisation die Einführung der so genannten
Homo-Ehe…
Die serbische Verfassung soll dahingehend abgeändert werden,
dass die darin enthaltene Definition der Ehe künftig auch für
gleichgeschlechtliche Paare möglich sein wird, dies fordert das
"Gay-Lesbian Info Center" (GLIC). So fordert die Organisation,
dass die Ehe in der höchsten gesetzlichen Grundlage von Serbien
nicht mehr als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert sein
soll.
Diese Änderung sei wichtig, um es möglich zu machen, dass die
gleichgeschlechtliche Ehe in Serbien eines Tages, wenn das Land
bereit dazu ist, für die schwullesbische Community eingeführt
werden kann, ohne dass dann die Verfassung erneut angepasst
werden müsse. Neben dieser Änderung soll auch der Artikel 21 der
Verfassung ergänzt werden, damit Diskriminierung aufgrund der
sexuellen Orientierung als illegal bezeichnet würde, erklärte
die Nichtregierungsorganisation weiter.
GLIC hofft, dass die politischen Parteien, welche in Serbien das
Sagen haben, diese Vorschläge beachten und sie diese in Bezug
auf die Gleichstellung und die Menschenrechte mit in die Debatte
über die Verfassung mit einbeziehen. Sie sollen zeigen, dass sie
sich dafür einsetzen, dass alle Bürger Serbiens die gleichen
Rechte und Pflichten haben, schreibt die Organisation in ihrem
Statement weiter.
Ob diese Verfassungsänderungen wirklich eine reele Chance haben,
ist mehr als fraglich. In der Vergangenheit sind Schwule, Lesben
und Transgender in Serbien stets stark diskriminiert worden. Bei
Gay Prides in der Hauptstadt Belgrad ist es jeweils zu
Gegendemonstrationen von ultrakonservativen Nationalisten und
Rechtsextremen gekommen, welche von massiven, gewalttätigen
Ausschreitungen gegen die Teilnehmer der Pride begleitet wurden. |