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SCHWEIZ: SVP schiesst wieder gegen Schwule und Lesben
family image(22.03.11/dom) In einem Kommentar im "SVP Kurier" des Kantons Luzern schockiert Emil Grabherr indem er Schwule mit Pädophilen gleichsetzt. Auch holt er zu einem wahren Rundumschlag in Bezug auf die Bildungspolitik aus.

Sie hätten nichts gegen Schwule und Lesben, heisst es auch in diesem Kommentar wieder standardmässig, doch die Aussagen von Emil Grabherr, dem SVP-Präsident des Wahlkreis Luzern Land, zielen absolut auf das Gegenteil ab. Denn er relativiert seine Aussagen zugleich mit: "…so lange sie in einer partnerschaftlichen Beziehung leben und den Rest der Welt nicht mit ihrer sexuellen Ausrichtung belästigen." Für Grabherr, so schreibt er in seinem Text weiter, gibt es bei der Gruppe der Schwulen nur drei "verschiedene Arten": Jene, die in einer ordentlichen Partnerschaft leben, dann die männlichen Huren und schlussendlich als dritte Gruppe die Bubenschänder.

Der 63-jährige Emil Grabherr nützt den ihm zur Verfügung gestellten Platz in der ersten Ausgabe 2011 des Mitteilungssblatts der SVP im Kanton Luzern, dem "SVP Kurier" (LINK - Text im PDF auf Seite 12), zu einem wahren Rundumschlag. Unter dem Titel "Sexualerziehung im Kindergarten" schreibt er, dass bereits im Kindergarten, durch Fremderziehung, mit der indoktrinierenden Schweinerei begonnen werde. Die gesellschaftlichen Werte und Normen würden einmal mehr auf dem Prüfstand stehen, schreibt Grabherr. Und wieder einmal mehr werde es die SVP sein, welche eingreift und dem unsäglichen Treiben einen Riegel schieben werde. Seiner Meinung nach werde den Kindern bereits im Kindergarten beigebracht, dass Schwule, Lesben, Heteros oder auch Pädophile ihre sexuelle Ausrichtung unter dem Titel der "gegenseitigen Achtung und der Vielfalt in der Einheit" ausleben dürfen und sollen. Gegenüber "20 Minuten" geht er gar noch einen Schrtt weiter und erklärt, dass dieser perverse Sexualunterricht in Kindergärten zur Toleranz gegenüber Pädophilen aufrufe.

Es finde eine wahre Umerziehung statt: Von der EU, über die staatlichen Institutionen, Universitäten und Lehrerbildungsstätten, führe der Weg nun an unsere Schulen und Kindergärten, erklärt der SVP-Politiker weiter. Und er prophezeit, dass damit der Anfang vom Ende eingeläutet werde.

Seinen Text beschliesst Emil Grabherr schlussendlich mit den uns vertrauten Worten, dass unsere Gesellschaft nach wie vor von der natürlichen Beziehung von Mann und Frau lebe, die auch in Zukunft unsere Existenz garantiere. Keine andere Beziehungsvariante könne Kinder in die Welt setzen, und daher sei es unsere Aufgabe, diese gesellschaftlichen Werte und Normen zu erhalten.