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SCHOTTLAND: Gewalt gegen Gays nimmt drastisch zu
family image(07.02.11/dom) Während im Jahr 2004/05 noch 114 homophob-motivierte Gewalttaten in Schottland verzeichnet wurden, waren es 2009/10 bereits 666: Schottland verzeichnet damit eine massive Zunahme bei den Gewalttaten, welche auf Homophobie zurückzuführen sind.

Alleine im vergangenen Jahr, so erklärte die Schwulenorganisation "Stonewall Scotland", seien zwei Drittel aller Schwulen, Lesben und Transgender in Schottland verbal angegriffen und beleidigt worden. Gar gewaltsam angegangenen wurden insgesamt rund ein Drittel. Schon alleine diese Zahlen sind schockierend, doch, so erklärt die Organisation, die Dunkelziffer ist enorm hoch, da sich viele Opfer gar nicht erst an die Polizei wenden würden. Gerade einmal 39 Prozent melden ihre Fälle der Polizei. Der Zuwachs ist alarmierend, hat sich die Quote in teilen Schottlands in den vergangenen fünf Jahren doch mehr als verfünffacht.

Wenn man die Statistiken detaillierter betrachte, seien die LGBTs bei sich zu Hause, beim Essen in Restaurants, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Nacht im Ausgang beleidigt oder tätlich angegangenen worden, also schlicht überall. Ein besonders gravierender Fall ereignete sich in Zentral-Schottland, wo ein Lesbian & Gay Center durch einen Brandstifter angezündet wurde. "Stonewall Scotland" hat daraufhin eine Kampagne gegen Homophobie lanciert, doch trotzdem wurden der Polizei seit März 2010 nochmals zwei ähnliche Fälle gemeldet.

Ein Gesetz, welches im vergangenen Jahr in Schottland eingeführt wurde, und welches Schwule, Lesben und Transgender vor Diskriminierung schützen soll, zeigte bislang keine Wirkung.