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RUSSLAND: Schwulenaktivisten in Moskau verhaftet
family image(21.01.12/dom) Sie trafen sich wie angekündigt auf dem Roten Platz im Zentrum von Moskau, doch innert Sekunden waren sie von Polizisten umringt, und wurden verhaftet.

Sie wollten gegen jenes homophobe Gesetz demonstrieren, welches die "Propaganda von Homosexualität" verbietet, sprich, welches jegliche positive Darstellung von Homosexualität in den Öffentlichkeit, in den Medien oder in der Schule unter Strafe stellt. Der Tag - Mitten in der Nacht auf Freitag - entsprach dem Jahrestag, als das russische Verfassungsgericht eben jenes Gesetz, welches die Provinz Rjasan einführte, für rechtmässig erklärte. Doch dies war nur ein Punkt: Die Demonstranten versammelten sich auch, da sowohl St. Petersburg (gay.ch berichtete), wie auch Moskau (gay.ch berichtete), sowie weitere Provinzen angekündigt haben, dass sie ähnliche Gesetze einführen wollen oder bereits eingeführt haben (gay.ch berichtete).

Als Ort für die den so genannten Schweigemarsch wählten sie den Roten Platz im poltischen Herzen von Moskau. Dies haben die Organisatoren kurzfristig via Facebook bekanntgegeben. Doch trotzdem, die Schwulenaktivisten, darunter auch Nikolai Alekseev, waren bereits nach wenigen Sekunden von Polizisten umringt. Und die Beamten fackelten nicht lange und führten die Demonstranten ab. Die Plüschfiguren stammen von einer beliebten russischen Kindersendung ähnlich dem Sandmännchen - auf den Banners stand zu dem "Gute Nacht, Kinder!". Damit wollten die Demonstranten auch darauf hinweisen, dass Kinder durch das neue Gesetz nie vermittelt bekommen, dass Homosexualität etwas natürliches ist.
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RUSSLAND: Erneut eine schwullesbische Demo verboten
family image(20.01.12/dom) Immer neue Gründe erfinden die Behörden in der russischen Hauptstadt Moskau um den LGBTs das Recht auf Demonstration verweigern zu können – diesmal ist es die Uhrzeit, welche ihnen ein Dorn im Auge ist.

Bei der Moscow Pride ist es jeweils die Sicherheit für die Teilnehmer, welche nicht garantiert werden könne, weshalb man die Pride jeweils verbietet, und beim nun geplanten Schweigemarsch ist es der Zeitpunkt, zu welchem der Demonstrationszug stattfinden soll, welcher den Obrigen nicht passt. Die Schwulenaktivisten wollten nämlich in der Nacht auf Freitag von 1 bis 2 Uhr einen Schweigemarsch organisieren. Die Bewilligung wurde aber von der Stadtverwaltung abgelehnt, da Demonstrationen laut Gesetz nur zwischen 7 Uhr morgens und 23 Uhr Nachts stattfinden dürfen. Von der Absage liessen sich die Veranstalter aber wenig beeindrucken und sie kündigten bereits an, dass sie den Schweigemarsch auch ohne Bewilligung durchführen werden.

Die Demonstration markiert den Jahrestag eines umstrittenen und äusserst homophoben Gerichtsurteils. Vor einem Jahr urteilte nämlich dass russische Verfassungsgericht, dass ein Gesetz, welches in der Provinz Rjasan eingeführt wurde, und welches für „Werbung für Homosexualität“ eine Bestrafung vorsieht. So darf laut diesem Gesetz vor Minderjährigen nicht positiv über Homosexualität gesprochen werden, dies betrifft also auch die gesamte Medienberichterstattung im Fernsehen, Radio und in der Presse, aber auch das Bildungswesen und die Schulen. Zudem ist der Begriff „Werbung oder Propaganada“ sehr verschieden interpretierbar, was durch die staatliche Willkür umso gefährlicher wird. Fehlurteile durch falsche Anschuldigungen sind damit wohl bereits vorprogrammiert. Doch, es ist nicht nur der Jahrestag, wegen welchem die Schwulen, Lesben und Transgender ein öffentliches Zeichen setzen wollen, es hat auch einen ganz aktuellen Bezug. Sowohl St. Petersburg, wie auch Moskau haben bereits angekündigt, dass sie ebenfalls ein solches Gesetz einführen wollen.