(26.09.11/dom)
Die Homo-Ehe oder gar die Adoption hat er zwar nicht
angesprochen, doch trotzdem klingen die Äusserungen des
philippinischen Staatspräsidenten Benigno Aquino
vielversprechend: Er unterstütze gewisse Rechte für Lesben und
Schwule.
Im Juli wurde im US-Bundesstaat New York offiziell die
Homo-Ehe eingeführt, dies zum Anlass nahm auch der
philippinische Präsident Benigno Aquino während seinem Besuch in
der Metropole, und er erklärte, dass das Land einen lebendige
Gay Szene habe, und sogar eine politische Partei, welche sich
für die Rechte der Schwulen, Lesben und Transgender einsetze.
Seit elf Jahre versuche man einen Anti-Diskriminierungsgesetz
einzuführen, doch die römisch-katholische Kirche habe dieses
Unterfangen bislang unterbunden.
Während einem Forum der "Asia Society" wurde Aquino mehrfach
darauf angesprochen, wie seine Haltung zur Ehe für
gleichgeschlechtliche Paare sei. Während er die Frage anfänglich
ignorierte, erklärte er dann, dass Erwachsene all das machen
dürfen sollten, was niemand anderes beeinträchtige. In Bezug auf
die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare
meinte er, dass er sich diesbezüglich in einem Dilemma befinde.
Sein Augenmerk liege beim Kind, welches sehr empfindlich und
leicht zu beeindrucken sei.
In Bezug auf die Rechte der Schwulen, Lesben und Transgender
zeigt sich das Land gespalten: Einerseits fand auf den
Philippinen eine der ersten Gay Prides in Südostasien statt,
aber einen gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung oder ein
Partnerschaftsgesetz kennt das Land noch nicht. Das wird wohl
auch in naher Zukunft so bleiben, zu stark ist die
römisch-katholische Kirche in der Gesellschaft verankert. Doch
ans Aufgeben denkt auch "Ladlad" nicht, die einzige politische
Partei in ganz Asien, welche sich ausschliesslich um Anliegen
der LGBT Community kümmert. Die Partei hat es sich zum Ziel
gesetzt auch bei den nächsten Wahlen im Jahr 2013 wieder mit
eigenen Kandidaten ins Rennen zu steigen… |