(03.07.11/dom)
Es ist ein äusserst heikles Thema, aber auch ein wichtiges:
Deshalb haben die Amerikanier diese News nur ausgewählten Medien
mitgeteilt: In der US-Botschaft in Pakistan wurde am 26. Juni
erstmals eine LGBT Pride Celebration durchgeführt.
Die meisten, selbst jene Personen vor Ort, haben von der
LGBT Pride Celebration in der amerikanischen Botschaft in der
Hauptstadt Pakistans erst etwas erfahren, als der Event bereits
war. Die Mitarbeiter der Botschaft waren sich bewusst, dass
Homosexualität in Pakistan ein äusserst heikles Thema ist, und
haben daher nur sehr limitiert über die geplanten
Feierlichkeiten informiert.
Erst via Pressemitteilung an ausgeählte Medien, kamen die
Informationen mit der Zeit via Twitter und über verschiedene
Blogs in Pakistan mehr und mehr an die Öffentlichkeit, was auch
zu einer immer grösseren Debatte geführt. Während einige der
Kommentare die Wichtigkeit einer solchen Veranstaltung
unterstrichen, waren einige der Blogger der Meinung, dass die
Pride gerade jetzt, wo sich der Anti-Amerikanismus in der Region
wieder am ausbreiten ist, nicht gerade förderlich sei für
die angeschlagene Popularität der Amerikaner in Pakistan. Es
wurden auch Stimmen laut, dass die pakistanische Opposition sich
dafür einsetzen solle, dass die erste LGBT-Resolution, welche
vor einigen Tagen in der UN angenommen wurde (gay.ch
berichtete), umgesetzt wird. Auch einige LGBT-Gruppierungen
in Pakistan selber haben via Facebook auf die Pride Celebration
hingewiesen.
Wie es von Seiten der US-Botschaft heisst, wisse man um die
Probleme der LGBTs in Pakistan, und man wolle den Schwulen,
Lesben und Transgender mit der Pride Celebration aufzeigen, dass
die US-Botschaft für sie da sei und sie unterstütze. Im
Gegensatz zu Indien (gay.ch
berichtete), ist Homosexualität in Pakistan seit 1860 immer
noch illegal und wird bestraft. |