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MEXICO: Demonstrationszug gegen Homophobie
family image(31.08.11/dom) Alleine in diesem Jahr sollen in Mexico bereits über 700 Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung umgebracht worden sein - mit einem Marsch durch Mexico-City machten LGBTs und ihre Freunde nun auf dieses Problem aufmerksam.

Die Zahlen aus Mexico sind ernüchternd: Alleine im 2011 sollen bereits über 700 Schwule, Lesben und Transgender aufgrund ihrer sexuellen Orientierung umgebracht worden sein. Dies entspricht der zweithöchsten Verbrechensrate in Bezug auf homophobe Hassverbrechen in Lateinamerika. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, marschierten rund 700 LGBTs und ihre Freunde durch die Hauptstadt Mexico-City vor das Büro der Generalstaatsanwältin, Marisela Morales, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und sie zum Handeln aufzufordern. Es ist nicht die erste solche Aktion: Bereits im Juli kam es in Guerrero, der Hauptstadt des Bundesstaats Chilpancingo im Süden des Landes, zu Demonstrationen, dies, nachdem die Leiche der lesbischen Aktivistin Leija Herrera gefunden wurde, und alles auf eine mutwillige Steinigung aussah.

Am Marsch in Mexico-City nahmen auch verschiedene politische Parteien teil, sowie auch Schwulen- und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Wie einer der Veranstalter, der Bruder eines Opfers, mitteilte, war dies die erste nationale Demonstration gegen homophobe Hassverbrechen in Mexico. Damit soll nicht zuletzt auch die Staatsanwaltschaft aufgefordert werden, solche Taten konsequent aufzuklären. Viele der Verbrechen wurden auch gar nicht als solche erkannt, kritisieren die Teilnehmer. Erst im Juli sind beispielsweise fünf Transsexuelle in Chihuahua umgebracht worden.