(09.06.10/dom)
Der „Liberal-Islamische Bunds“ (LIB e.V.) – ein neuer
Islam-Verein – wurde im deutschen Duisburg gegründet, und er
vertritt einen zeitgemässen Islam: So spricht sich der Verein
unter anderem für die Homo-Ehe ein…
Gegenüber der Website „DerWesten.de“ erklärte die
Vorsitzendes des „Liberal-Islamischen Bunds“, Lamya Kaddor, dass
der Verein der schweigenden Mehrheit der Muslime eine Stimme
geben wolle, welche keine fundamentalistische Positionen
vertreten, sondern den Grundsatz von „Leben und Leben lassen“.
Er soll ein Forum und eine Stimme für all jene Muslime sein, die
offen sind für einander widersprechende Blickwinkel, erklärte
Kaddor weiter.
Und was das bedeutet, zeigt der „Liberal-Islamischen Bunds“ auf
bislang einzigartige Weise unter den muslimischen Vereinen und
Verbänden: Er spricht sich nämlich aktiv für die
Gleichbehandlung und die Akzeptanz für gleichgeschlechtliche,
wie auch für aussereheliche Partnerschaften aus. Das Credo des
„Liberal-Islamischen Bunds“ sei die selbstbestimmte
Lebensgestaltung entlang der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz,
so Kaddor weiter.
Der Verein, so betont Kaddor weiter, sehe sich nicht als
„Gegenbewegung“, sondern als „Erweiterung“ zu den oft
traditionell-konservativen Islamverbänden in Deutschland. Lamya
Kaddor selber ist Islamwissenschaftlerin, welche bereits durch
mehrere Buchveröffentlichungen bekannt geworden ist. |