(08.11.11/dom)
Grosser Wirbel um die beiden schwulen Pinguine Buddy und
Pedro im Zoo von Toronto: Die Beiden sollen demnächst getrennt
werden, damit sie sich mit Weibchen paaren.
Ein Happy End wie es im Central Park Zoo zustande kam, wird
es in Toronto offenbar nicht geben: Dort hegten und pflegten die
Wärter die beiden Pinguine Roy und Silo und sie gaben ihnen
sogar ein Ei, welches die beiden „Männer“ ausbrüteten. Das
Kücken bekam den Namen Tango und wurde wurde von seinen Vätern
fürsorglich aufgezogen. Die Pinguin-Familie waren der Renner im
Zoo und es gab sogar ein Kinderbuch mit dem Titel „And Tango
Makes Three“, welches die Bestsellerlisten in den Staaten
eroberte. Ein solches Happy End scheint Buddy und Pedrom den
beiden afrikanischen Pinguinen im Zoo von Toronto verwehrt zu
bleiben.
Wie ein Pfleger erklärt, seien die Pinguine erst seit Mai im Zoo
von Toronto. Man habe sechs weibliche und sechs männliche
Pinguine aus verschiedenen Zoos in den USA erhalten. Der
20-jährige Buddy, wie auch der 10-jährige Pedro würden aus
Toledo im US-Bundesstaat Ohio stammen, und die Beiden würden
eine ganz besondere Beziehung zu einander haben. Dieses
Verhalten hätten sie bereits in Toledo gezeigt, und nun in
Toronto fortführen. Durch den Tag würden alle zwölf Pinguine im
grossen Wasserbecken schwimmen, aber jede Nacht würden sich die
Beiden wie ein Paar stets gemeinsam zurückziehen, fügte der
Pfleger hinzu. Sie kümmern sich um einander und zeigen auch ein
Paarungsverhalten, wie es normalerweise nur bei Männchen und
Weibchen zu beobachten ist.
Der Zoo befindet sich allerdings auch in einem Dilemma: Da die
Pinguine aus Südafrika in freier Wildbahn bedroht sind, sind
Zuchterfolge in den Zoos enorm wichtig. Dies ist auch ein Grund,
weshalb man die Gruppe in Toronto mit Pinguinen aus
verschiedenen Zoos zusammengesetzt hat. In Südafrika gab es vor
rund einem Jahrhundert noch Millionen von Pinguinen, doch die
Zahlen sind massiv geschrumpft – auch heute noch nimmt die
Population pro Jahr um rund zwei Prozenz ab so dass ihre Zukunft
akut gefährdet ist. Da die Gene von Pedro und Buddy für die
Arterhaltung von grosser Wichtigkeit ist, plant der Zoo nun aber
die Beiden zu trennen und sie mit Weibchen zusammenzuführen, in
der Hoffnung, dass es Nachwuchs gibt. Nicht gerade zur Freude
verschiedener Tier- und LGBT-Gruppen, welche fordern, dass die
Pinguine so leben sollen dürfen, wie sie es möchten… |