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USA: Google bezahlt schwullesbischen Mitarbeitern einen Teil der Steuern
family image(05.07.10/dom) Google zeigt sich einmal mehr sehr gay friendly: Der Internetkonzern zahlt seinen schwullesbischen Mitarbeitern in den USA einen Teil der Einkommenssteuer um damit die steuerlichen Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Paaren aufzuheben.

Mitte Juni veröffentlichte die "International Gay and Lesbian Chamber of Commerce (IGLCC)", die schwullesbische Handelskammer, eine Rangliste mit den homofreundlichsten, multinationalen Konzernen. Knapp hinter IBM erreichte Google damals den zweiten Platz. Doch mit der neusten Ankündigung könnte Google IBM nun sogar noch überholen und neu den Spitzenplatz einnehmen. Wie der US-Internetgigant mitteilte, sollen seine schwullesbischen US-Mitarbeiter künftig einen Teil der Einkommenssteuer von der Firma bezahlt erhalten. Google reagiert damit auf die Benachteiligung, welche schwule und lesbische Mitarbeiter durch das derzeit geltende Steuerrecht in den USA erleben.

Bereits seit längerem gewährt Google den Partnern von schwullesbischen Angestellten freiwillig denselben Krankenversicherungsschutz, wie ihn verheiratete, heterosexuelle Paare per Gesetz erhalten. Doch diese Grosszügigkeit des Unternehmens hat für die Angestellten einen Hacken. Dieser Versicherungsschutz müssen die schwullesbischen Mitarbeiter nämlich - anders als verheiratete Paare - als Einkommen angeben und damit ist auch die Einkommenssteuer für diesen zusätzlichen Betrag fällig. Dies gilt sowohl in US-Bundesstaaten in denen die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt wurde, wie auch in allen anderen, denn die so genannte Homo-Ehe wird von den USA als Staat generell nicht anerkannt. Eine Ungerechtigkeit, findet der Internetkonzern, und deshalb hat Google beschlossen, diesen Teil der Einkommenssteuer für Schwule und Lesben gleich selber zu bezahlen - doch immerhin durchschnittlich rund 1250 Schweizer Franken pro Haushalt.

Heterosexuelle Paare - sofern unverheiratet - trifft diese Steuer durch die Partner-Krankenversicherung zwar ebenso, doch diesen wird Google den Anteil an die Einkommenssteuer nicht bezahlen. Die Hetero-Paare hätten nämlich selber die Möglichkeit, dies durch die Heirat zu beenden, erklärte der Internetkonzern. Ein Weg den Schwule und Lesbe, auch wenn sie es wollten, von Gesetzeswegen noch vorenthalten wird.

Google reagierte mit diesem Schritt auf Hinweise aus der Belegschaft, welche die Personalverantwortlichen über diese Ungerechtigkeit informierten. Es sei bis anhin nicht fair gewesen, hiess es von der Spitze des US-Konzerns. Deshalb habe man sich zu diesem Schritt entschieden, und rückwirkend auf den 1. Januar mit dieser neuen Praxis begonnen. Wie viel Google für die Einkommenssteuern seiner schwullesbischen Mitarbeiter ausgeben wird, wollte man indes nicht bekanntgeben. Auch ist nicht bekannt, wie viele der rund 20'600 Google-Angestellte in den USA tatsächlich von dieser neuen Regelung profitieren werden. Es ist einzig bekannt, dass die schwullesbische Betriebsgruppe, sie nennen sich "Gayglers", rund 700 Mitglieder zählt.

Der Internet-Konzern sorgt seit längerem für Aufsehen mit mitarbeiterfreundlichen Neuerungen. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass nun auch andere Konzerne und Firmen dem Beispiel Googles folgen werden - es wäre nicht das erste Mal…