(01.02.11/dom)
Diese Klage könnte kaum verrückter sein: In Frankreich
verklagt ein Mann die Firma "GlaxoSmithKline", weil er angeblich
durch deren Parkinson-Medikamente süchtig nach schwulem Sex
geworden sei.
Es war im Jahr 2003, als Didier Jambart erstmals die
Medikamente der Firma "GlaxoSmithKline" gegen seine
Parkinsonerkrankung erhalten hat. Die Krankheit verursacht
Zittern, Verlangsamung der Bewegung und Sprachschwierigkeiten.
Der Anwalt des 51-Jährigen erklärte, dass sich sein Leben durch
die Einnahme der Pillen stark verändert habe. Er habe drei Mal
versucht sich das Leben zu nehmen und er sei auch spielsüchtig
geworden, dabei habe er durch Spiele im Internet die gesamten
Ersparnisse seiner Familie verloren. Um trotzdem für seine
Familie sorgen zu können, habe er versucht, sich mittels
Diebstählen über Wasser zu halten.
Wie der Anwalt weiter erklärte, sei der Vater von zwei Kindern
auch sexsüchtig geworden - und zwar nach schwulem Sex. So habe
er ständig das Bedürfnis sich im Internet nackt zu präsentieren,
und er habe durch die Medikamente auch eine Vorliebe für das
Tragen von Frauenkleidern erlangt. Durch sein risikoreiches
Sexualleben sei er auch schon vergewaltigt worden. Als er die
Pille im Jahr 2005 wieder abgesetzt habe, seien auch diese
"Nebenwirkungen" wieder verschwunden. Er habe damals aber seinen
Job bereits verloren und zudem durch die Sucht ein psychisches
Trauma erlitten.
All diese Veränderungen in seinem Leben seien durch das
Medikament von "GlaxoSmithKline" hervorgerufen worden. Daher
verklagt er den Pharmakonzern nun auf Schadenersatz in der Höhe
von rund 570'000 Schweizer Franken. Auch sein behandelnder
Arzt wird mitangeklagt, da er es unterlassen haben soll, ihn
sorgfältig über die Risiken der Pillen aufzuklären. Der Anwalt
macht zudem geltend, dass das Medikament schon länger für seine
unerwünschten Nebenwirkungen bekannt sei, und dass auf diese
erst seit dem Jahr 2006 in der Packungsbeilage hingewiesen
werde. |