(08.08.11/dom)
Über das Wochenende nahmen in diversen Städten Tausende von
Schwulen, Lesben, Transgender und ihre Freunde und Familien an
Gay Prides teil: Darunter in Amsterdam, Stockholm und Reykjavik.
In Amsterdam durften in diesem Jahr erstmals Mitglieder der
Streitkräfte in ihrer Uniform an der Gay Pride teilnehmen und
das Verteidigungsministerium war mit einem eigenen Boot
vertreten. Obwohl die Schwulen und Lesben bereits seit 1974
offen in der niederländischen Armee dienen dürfen, war es ihnen
bislang untersagt in ihrer Uniform an der Pride teilzunehmen.
Rund Achtzig von ihnen nahmen die Gelegenheit nun aber war und
kamen auf das Boot ihres Ministeriums. Aus Solidarität machten
auch zahlreiche nicht schwullesbische Soldaten mit. Insgesamt
sollen mehrere hunderttausende Menschen in Amsterdam auf den
Beinen gewesen sein, zudem waren es rund 80 Boote, welche durch
die Grachten fuhren.
In Stockholm waren es laut Polizeiangaben am Samstag rund 35'000
bis 50'000 Teilnehmer, die an der jährlich stattfindenden Gay
Pride teilgenommen haben. Auch zahlreiche Politiker liefen an
der Parade mit um sich solidarisch mit den Schwulen, Lesben und
Transgender zu zeigen. Die Parade fand im Rahmen des Pride
Festivals statt, welches am vergangenen Montag gestartet wurde,
und am Sonntag endete. In der ganzen Stadt hängen während dem
Festival jeweils Regenbogenflaggen, so etwa auch auf den Bussen.
Bei schönstem Sonnenschein und rund 20 Grad fand am Samstag auch
in der isländischen Hauptstadt Reykjavik die Gay Pride Parade
statt. Mehrere tausend Menschen liefen durch das Herz der Stadt,
und auch der Bürgermeister Jón Gnarr war unter den Teilnehmern.
Er zeigte sich als Miss Reykjavik auf einem Wagen und warf Rosen
in die Menge. Die Gay Pride endete am Sonntag. |