(08.04.11/dom)
Seit das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten
Homosexuellen in Berlin im Jahr 2008 eingeweiht wurde, ist es
bereits mehrfach beschädigt worden. Am Freitag ein weiteres
Mal...
Es soll an jene Homosexuellen erinnern, welche während dem
Nationalsozialismus verfolgt wurden, doch, dieses Mahnmal in
Berlin scheint auch sehr zu polarisieren. Wie sonst ist es zu
erklären, dass der Entwurf des dänisch-norwegischen
Künstler-Duos Michael Elmgreen und Ingar Dragset immer wieder
mutwillig beschädigt wird. So, wie erst jetzt bekannt wurde,
auch am vergangenen Freitag, wie die Polizei mitteilt.
Das Denkmal besteht aus einem leicht geneigten Quader mit einem
kleinen Sichtfenster, durch welches im Inneren ein Film von zwei
sich küssenden Männern zu sehen ist. Auf eben diese Scheibe
wurden nun verschiedenste Buchstaben eingeritzt. Aus diesem
Grund wurde nun auch Anzeige gegen Unbekannt eingeleitet.
Nur knapp drei Monate nach der Einweihung am 27. Mai 2008, wurde
das Mahnmal, welches im Berliner Tiergarten unweit des
Holocoust-Denkmals liegt, bereits ein erstes Mal beschädigt -
damals wurde das Sichtfenster eingeschlagen, wie auch am
darauffolgenden 16. Dezember 2008. Einen dritten Anschlag auf
das Mahnmal gab es am 5. April, als die Scheibe zerkratzt wurde. |