(09.01.2011/lp)
Portugal steht unter Schock: Carlos Castro, ein angesehener
Journalist, wurde kastriert und ermordet aufgefunden. Sein
angeblicher Liebhaber steht unter Mordverdacht.
Zwischen dem Journalisten Carlos Castro (65) und dem Model
Renato Seabra (21), der durch die Reality-Show "À procura do
sonho - Face Model of the Year" (Auf der Suche nach dem Traum -
Face Model of the Year) seine Karriere einen Schub geben wollte,
liegen 40 Jahre Altersunterschied. Am letzten Freitag checkte
das "Paar" im Hotel Intercontinental in New York ein, wo sich
danach die zwei Männer laut gestritten haben sollen. Kurz darauf
wurde Carlos Castro tot aufgefunden, kastriert, mit erheblichen
Kopfverletzungen. Das Opfer soll erst
- mit einem Korkenzieher - kastriert wurden sein, nach dem er bereits gestorben war.
Der Mordverdächtiger wurde später in einem Spital verhaftet. Der
Taxichauffeur hatte ihn durch ein in den News veröffentlichtes
Foto wieder erkannt und hat darauf ihn die Polizei informiert.
Nach Angaben der portugiesischen Presse wies Renato Seabra bei
der Einlieferung Schnitte im Gesicht und Pulsanderbereich auf.
Zur Zeit untersucht die Polizei das Hotelzimmer nach Beweisen
und befragt das Personal, sowie Monica Pires, eine Kollegin von
Carlos Castro, die den Journalisten tot aufgefunden hat. Castro
und Pires waren zum Nachtessen verabredet. Nach
ersten Aussagen von Pires soll Renato Seabra an ihr vorbei
gelaufen sein, als sie auf Castro wartete, und ihr gesagt haben:
"Carlos wird heute nicht mehr aus dem Hotel herauskommen".
Das Model soll Blutflecken an den Kleider aufgewiesen haben, so
Pires. Sie bat
dem Hotelpersonal, sie zu Castros Zimmer zu begleiten und die
Türe aufzuschliessen. Der
Journalist lebte bereits nicht mehr, als sie das Zimmer betreten
haben. Pires bestätigt die Kopfverletzungen und die Kastration.
Kollegen vom Model wollen nie bemerkt haben, dass er schwul sein
soll. In einer ersten Stellungsnahme gegenüber dem Fernsehsender
TVI liess die Mutter ebenfalls verlauten, dass ihr Kind
heterosexuell sein soll und demnach gar keine Liebschaft mit dem
Journalist hätte haben können. Die Mutter ist inzwischen auf dem
Weg nach New York. Auch die Angehörigen von Carlos Castro werden
demnächst nach New York fliegen. Castros letzter Wunsch war,
dass seine Asche über New York verstreut werden. Die Ironie des
Schicksals: Castro starb just in New York. Der Flug seiner
Begleitung hat Castro selber bezahlt...
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